Donnerstag, 19. Februar 2004

Synchron-Springen: Richter & Reiff verpassen Olympia-Ticket

  • Achter Platz beim Weltcup-Finale zu wenig
  • Richter aber für Einzel-Bewerb qualifiziert

Die Wasserspringerinnen Anja Richter und Marion Reiff haben die Qualifikation für den Synchron-Bewerb bei den Olympischen Spielen in Athen verpasst. Die Vierten von Sydney 2000 erreichten am Freitag in der griechischen Hauptstadt im entscheidenden Weltcup-Finale zwar mit 293,94 Zählern eine österreichische Punkte-Bestmarke, Rang acht war für das Olympia-Ticket aber zu wenig. Nach vier Sprüngen war das VÖS-Duo aus Wien noch auf einem Qualifikationsrang gelegen, doch der letzte Sprung gelang nicht nach Wunsch.

Trainer Michael Worisch konnte seinen Schützlingen nichts vorwerfen: "Anja und Marion sind eine sehr gute Serie gesprungen, auch wenn es noch ein bisschen besser hätte sein können." Dieses Bisschen wäre bei mehr Synchronität beim letzten Sprung - den zweieinhalb Salti vorwärts mit einer Schraube - drinnen gewesen. Doch es klappte nicht ganz, wodurch Richter und Reiff noch um vier Plätze zurückfielen und schließlich 8,22 Punkte Rückstand auf Annett Gamm/Nora Subschinski hatten.

Die Deutschen lösten als Fünfte das letzte Olympia-Ticket, da die siegreichen Chinesinnen für die Qualifikation aus der Wertung fielen. Sie hatten sich ihre Teilnahme in sechs Monaten in Athen bereits bei den Weltmeisterschaften 2003 in Barcelona gesichert. Neben dem deutschen Paar durften sich auch die Kanadierinnen (2.), die Mexikanerinnen (3.) und die US-Amerikanerinnen (4.) über den Olympia-Trip freuen. Das Achter-Feld füllen auf Grund ihrer WM-Medaille die Australierinnen und Russinnen sowie Gastgeber Griechenland auf.

Richter trug das Scheitern hinsichtlich Olympia mit Fassung, sie hatte sich ja auch schon am Donnerstag für den Einzel-Bewerb qualifiziert. "Wir haben eine etwas leichtere Serie, die mussten wir einfach optimal zeigen und auf Patzer der anderen hoffen. Wir hatten zwar einen Super-Wettkampf, die anderen sind aber zu stark gesprungen", erklärte die 26-Jährige.

Stark geknickt war Reiff. Der 24-Jährigen bleibt nur noch die kleine Hoffnung auf ein Einzel-Ticket, die Entscheidung darüber fällt am Samstag bei einem internationalen Delegations-Meeting. Reiff war zwar im Einzel als 30. am Limit vorbei gesprungen, durch die komplizierte Nationenplatz-Arithmetik könnte sich aber noch ein Hintertürchen für sie auftun.

Keine Chance auf ein Olympia-Ticket hatte wie erwartet Constantin Blaha vom 3-m-Brett, der Wiener schied im Vorkampf mit 334,44 Punkten als 40. von 56 Konkurrenten aus.

(apa)

19.2.2004 13:10