Donnerstag, 19. Februar 2004

Handball-Liga: Meister-Playoff heuer ausgeglichen wie selten zuvor

  • Bregenz und Hard Favoriten, aber auch Linz und West Wien mit Chancen

Das Meister-Playoff in der Samsung-Handball-Liga-Austria (HLA) scheint heuer besonders ausgeglichen zu werden. Zwar gelten die Grunddurchgang-Dominatoren Bregenz und Hard als Favoriten, doch die Herausforderer rückten zuletzt nahe an das Vorarlberger-Duo heran. Bester Beweis dafür ist der Cup-Titel der in der HLA nur sechstplatzierten Tullner. In dem Achter-Feld geht es vorerst um das Erreichen der Top Zwei, ehe die Meisterschaft in einem "best of three"-Finale entschieden wird.

Die Bregenzer haben die Cup-Halbfinal-Schlappe gegen Hard zu verkraften und müssen vorerst auch einige Verletzte vorgeben. Spieler-Trainer Dagur Sigurdsson fällt mit einem Muskelfaser-Einriss im Oberschenkel noch rund vier Wochen aus, Dario Haspel laboriert noch an einem Kreuzbandriss. Darko Galic trainiert nach seinem Kreuzbandriss wieder voll mit, ist aber noch nicht der Alte. Ein Höhepunkt für den Vorjahres-Cupsieger ist in der nächsten Woche gegen die Fivers die Einweihung der neuen Halle Rieden-Vorkloster.

Der Titelverteidiger Hard hat nicht erst im Cup gezeigt, dass er dem Lokalrivalen zumindest ebenbürtig ist. Aber auch West Wien spitzt auf eine Überraschung, das mit fünf Bonus-Punkten ausgestattete Team zog im Cup-Viertelfinale gegen die Harder ja nur hauchdünn den Kürzeren. Dem Stadtrivalen Fivers WAT Margareten wird es ohne den erneut verletzten Martin Abadir schwer fallen, eine konstante Formkurve zu halten. Linz will vorerst wieder ins Finale, um nach zwei Vize-Meistertiteln endlich den großen Coup zu landen.

Das Trio Tulln, Innsbruck und Krems wird sich auf Grund des Rückstands in Folge der Vergabe der Bonuspunkte schwerer tun. Doch von allen Abstiegssorgen befreit, sind sie letztendlich vielleicht doch mehr als nur das Zünglein an der Waage. Besonders die Tullner werden nach dem Gewinn ihres zweiten Cup-Titels besonders motiviert zur Sache gehen. Der Schlager der ersten Playoff-Runde am Samstag ist Linz gegen Bregenz. Weiters spielen Krems gegen Fivers, West Wien gegen Tulln und Hard gegen Innsbruck.

In der ebenfalls am Samstag startenden Aufstiegs-Playoff werden die zwei freien Plätze für die HLA-Saison 2004/05 vergeben. Bärnbach/Köflach ist klar zu favorisieren, um den zweiten Platz ist aber ein offenes Rennen zu erwarten. Das von oben kommende Gänserndorf wird es nicht leicht haben, sich vor allem gegen Bundesliga-Sieger Schwaz durchzusetzen. Die weiteren Teams im Sechser-Playoff sind Dornbirn, Ferlach und Leoben.

(apa/red)

19.2.2004 10:06