Dienstag, 17. Februar 2004

Radsport: Für Österreich-Rundfahrt kündigt sich Top-Besetzung an

  • Team T-Mobile für Wiesbauer-Tour schon fix
  • Saeco-Neoprofi Matzbacher hat viel vor

Es fällt in diesen Tagen nicht leicht, sich zum Thema Rad auf das Sportliche zu konzentrieren. Die Veranstalter der Österreich-Rundfahrt haben es dennoch versucht: Die Landesrundfahrt wird vom 7. bis 13. Juni wie im Vorjahr als Wiesbauer-Tour rollen, der Erzeuger österreichischer Wurstspezialitäten hat sein Engagement als Hauptsponsor vorerst auf 2004 ausgedehnt. Tour-Direktor Rolf Slavik kündigte am Dienstag in Wien ein Rekord-Starterfeld in puncto Qualiät an: Zehn bis elf Sportgruppen der ersten Division kommen, schon fix ist das Antreten des Team T-Mobile und von Saeco.

Wiesbauer-Direktor Karl Schmiedbauer hat sich vorerst nur für heuer an die Rundfahrt gebunden, eine Verlängerung hänge auch von der wirtschaftlichen Entwicklung ab. "Aber ich stehe der Tour positiv gegenüber", sagte Schmiedbauer, dem eine Marktforschung bestätigte, dass Sportsponsoring zum hohen Bekanntheitsgrad der Firma wesentlich beiträgt. Der gute Ruf der Rundfahrt in der Profiszene hilft Slavik und dem für die Verpflichtung der Teams zuständigen Gerhard Schönbacher. "Wir müssen nicht als Bittsteller auftreten, heuer haben wir keine Probleme, Sportgruppen der ersten Division zu bekommen", sagt Slavik.

Ex-Giro-Sieger Savoldelli am Start
Das Team T-Mobile, das in Jan Ullrich einen Sieganwärter für die Tour de France in seinen Reihen hat, kommt wenige Wochen vor deren Beginn zwar nicht mit dem deutschen Superstar, hat im zehnköpfigen Kader für die Wiesbauer-Tour aber immerhin so klingende Namen wie Ex-Giro-Sieger Paolo Savoldelli (ITA), Cadel Evans (AUS), den Gewinner der Österreich-Rundfahrt 2001, und Steffen Wesemann, der u.a. Zweiter von Paris-Roubaix 2002 war.

Matzbacher will unter die ersten Drei
Im Saeco-Team soll Neoprofi Andreas Matzbacher in der heimischen Rundfahrt zu Kapitänsehren kommen. Während der zweifache Gewinner Gerrit Glomser heuer im Hinbick auf die Tour de France andere Wege beschreitet, will Matzbacher das Trikot des Herstellers von Haushaltsgeräten ganz vorne präsentieren. "Das ist der einzige Rennen, das ich auf eigene Rechnung fahren kann, ich will unter die ersten Drei", sagte der Steirer, der ansonsten als Helfer der Stars fungiert.

VonTrainingsfahrt geschockt
Im Trainingslager in Terracina bei Rom hat ihn das hohe Tempo auf der ersten Trainingsfahrt geschockt. "Sie fuhren so schnell, dass ich lieber gleich wieder nach Hause gefahren wäre. Aber an den folgenden Tagen sind alle langsamer geworden, so wie es sich im Training gehört", sagte Matzbacher. Seine ersten Saisonrennen bestreitet er Ende Februar im Tessin.

(apa/red)

17.2.2004 14:36