Bundespräsident: SWS sieht Fischer als klaren Favoriten
- Unterstützer reichen von Weinzierl über Muliar und Dor bis zu Schmidt und Meissner-Blau
- 46 Prozent Fischer, 17 Prozent Ferrero-Waldner, 25 Prozent unentschieden
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Wird Heinz Fischer ein guter Bundespräsident?
Nach Heinz Kienzl, Obmann der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS), kann ÖVP-Präsidentschaftskandidatin, Außenministerin Benita Ferrero-Waldner, nur noch von der griechischen Jagdgöttin Artemis "gerettet und auf Tauris als Priesterin" eingesetzt werden: Eine SWS-Umfrage (1.004 Befragte, 9. bis 28. Jänner) macht SPÖ-Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer zum klaren Favoriten.
46 Prozent der österreichischen Bevölkerung haben sich laut dieser Umfrage schon für den Zweiten Nationalratspräsidenten Fischer entschieden. ÖVP-Kandidatin Ferrero-Waldner liege mit 17 Prozent Zustimmung weit dahinter. Keinen der beiden Kandidaten wollen 12 Prozent wählen. 25 Prozent hätten sich noch nicht entschieden.
Unter den Sympathisanten der SPÖ haben sich laut der Umfrage 86 Prozent für Fischer entschieden, Ferrero-Waldner könne dagegen nur mit 53 Prozent der ÖVP-Anhänger rechnen. Beim Rollenbild lägen die Stärken der Außenministerin in der "internationalen Gewandtheit und im Ansehen bei Intellektuellen", Fischers Vorzüge in der "Sicherung des politischen Gleichgewichts und der Bewahrung der Demokratie", erläuterte der Meinungsforscher Ernst Gehmacher.
Als Person habe die Außenministerin gegen Fischer "keine Chance", als Frau könne sie sich einen Vorteil von etwa plus drei Prozentpunkten erhoffen. Spannend bleibt für Gehmacher, ob die Präsidentschaftswahl als "Partei- oder Personenwahl" geführt werde.
85 Prozent der Fischer-Wähler können sich ihren Favoriten als Oberbefehlshaber des Heeres vorstellen. Den Ferrero-Waldner-Anhängern kommt diese Vorstellung nur zu 25 Prozent in den Sinn. Das könne als "Gegengewicht zur Attraktion einer Frau propagandistisch genutzt werden", empfiehlt Gehmacher der SPÖ.
Für eine eventuelle Trendumkehr bis zu den Präsidentschaftswahlen am 25. April räumt Gehmacher der Außenministerin noch sehr viel Zeit ein. "Bis Juni" sei es noch weit, heißt es in den Unterlagen von SWS: "Heinz Fischer wird seinen derzeitigen Vorsprung in der Wählergunst noch verteidigen müssen." (apa/red)
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