Sonntag, 22. Februar 2004

Arnie for US-President? Schwarzenegger fordert Verfassungsänderung!

  • Auch Einwanderer sollen US-Präsident werden dürfen! Aber Arnie sagt: "Habe noch nicht darüber nachgedacht"

Der in Österreich geborene kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger macht sich für eine Verfassungsänderung in den USA stark, damit auch im Ausland Geborene für das Amt des US-Präsidenten kandidieren können. Den Plänen zufolge könnte der gebürtige Steirer dann theoretisch selber für das Amt des US-Präsidenten kandidieren.

Derzeit ist in der amerikanischen Verfassung die Geburt in den USA für eine Kandidatur für das Weiße Haus zwingend vorgeschrieben. Künftig sollte die Bedingung lediglich eine US-Staatsbürgerschaft von 20 Jahren sein, forderte Schwarzenegger am Sonntag in einem NBC- Interview. Schwarzenegger erhielt 1983 die US-Staatsbürgerschaft, könnte daher dann selbst für die Präsidentschaft kandidieren.

Angesprochen auf seine eigenen Ambitionen für eine Kandidatur meinte der ehemalige Bodybuilder und Filmstar, darüber habe er noch nicht nachgedacht. Derzeit sei er mit den Problemen in Kalifornien zu beschäftigt. Der Republikaner verwies stattdessen auf die großen Leistungen von Einwanderern in den USA, etwa der ehemaligen Außenminister Henry Kissinger und Madeleine Albright, die beide in Europa geboren wurden und daher von einer Präsidentschaftskandidatur ausgeschlossen blieben.

Das sogenannte "Equal Opportunity to Govern-Amendment" - für das sich neben Schwarzenegger vor allem der republikanische Senator Orrin Hatch einsetzt - muss jedoch erst den langwierigen Prozess einer Verfassungsänderung erfolgreich bewältigen. Neben einer Zwei-Drittel- Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses müssen der Präsident und 38 der 50 Bundesstaaten zustimmen, alles innerhalb von sieben Jahren.

(apa)

22.2.2004 20:54