Ohne Konkurrenz: 77 Prozent der Russen wollen am 14. März für Putin stimmen
- Wiederwahl des amtierenden Präsidenten so gut wie sicher
- "Keine Chancengleichheit": Liberale Partei ruft zu Boykott auf
77 Prozent der russischen Wähler wollen bei der Präsidentschaftswahl am 14. März für Amtsinhaber Putin stimmen. Damit verlor Putin in einer Meinungsumfrage des Romir-Instituts zwar drei Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat. Er bleibt damit dennoch unangefochtener Spitzenreiter in den Umfragen. Insgesamt wurden landesweit 1.630 Wähler nach ihrem Favoriten unter den sieben Kandidaten gefragt.
Hinter Putin brachte es der Vorsitzende der nationalkommunistischen Mutterlands-Partei (Rodina), Sergej Glasijew, auf nur drei Prozent. Zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) wollen auch tatsächlich zur Wahl gehen, sechs Prozent von ihnen wollen gegen alle Kandidaten votieren, sieben sind noch unsicher.
Derweil rief die liberale Jabloko-Partei zum Boykott der Präsidentschaftswahl auf, da es keine Chancengleichheit zwischen den Kandidaten gebe. Parteichef Grigori Jawlinski lehnte es am Samstag in einer Stellungnahme ab, sich an einer "weiteren Nachahmung demokratischer Strukturen" zu beteiligen. Unter diesen Umständen bleibe demokratisch gesinnten Wählern allein, ihren Protest durch Wahlverzicht zum Ausdruck zu bringen.
(apa)
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