Trennungsplan: Sharon will Volksabstimmung
- Israelische Bevölkerung soll Sanktus geben
Der israelische Ministerpräsident Sharon will die Bürger in einer Volksabstimmung über seinen Plan einer einseitigen Abtrennung von Palästinensergebieten entscheiden lassen. Das Referendum solle nach einem Ende März geplanten US-Besuch Sharons abgehalten werden, berichtete der israelische Rundfunk am Samstag.
Sharon war am Donnerstag mit Vertretern der US-Regierung zusammengetroffen, um über eine Räumung von 17 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen zu sprechen. Eine Räumung wird allerdings erst nach der Präsidentenwahl in den USA gegen Ende des Jahres oder Anfang 2005 erwartet.
Die einseitige Abtrennung bezieht sich vor allem auf das Westjordanland, wo die international umstrittene Sperranlage gebaut wird. Der stellvertretende israelische Ministerpräsident Olmert hat erklärt, Israel werde in jedem Fall die Kontrolle über größere Siedlungen behalten, wenn es sich aus Teilen des Westjordanlands zurückziehe.
Unterdessen will die israelische Regierung noch vor Beginn einer Anhörung vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag einen Teil der Sperranlage abbauen, der das palästinensische Dorf Baka el Sharkia isoliert hat. Die "Jerusalem Post" berichtete am Samstag, der Abbau eines neun Kilometer langen Teilstücks solle offensichtlich Kritik an der Sperranlage entschärfen.
(apa)
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