Milzbrand-Impfung: Australisches Militär verschwieg Nebenwirkungen
- Schwellungen und grippeähnliche Erkrankungen
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Die australische Armee hat den in Irak eingesetzten Soldaten bewusst verschwiegen, dass es bei einer früheren Impfung gegen den Milzbranderreger Nebenwirkungen gab. Aus Unterlagen des Verteidigungsministeriums geht hervor, dass es bei drei von vier in Afghanistan eingesetzten und geimpften Soldaten Nebenwirkungen wie Schwellungen, Schmerzen und grippeähnliche Erkrankungen gab.
Einige Soldaten waren deshalb zwei Tage krank.
Der Generaldirektor des Gesundheitsdienstes des Militärs, Tony Austin, erklärte am Samstag, er sei nicht davon ausgegangen, dass sich diese Probleme bei den in Irak eingesetzten Soldaten wiederholen würden. Der Stress der Soldaten sei ohnehin schon groß genug gewesen. Ein Hinweise wäre nur kontraproduktiv gewesen und hätte deren Sorgen vergrößert.
Australien hatte Ende 2001 rund 1.500 Soldaten für den Krieg der USA gegen Afghanistan bereitgestellt. Eine australische Zeitung berichtete, die Nebenwirkungen bei der Impfung der Soldaten seien so heftig gewesen, dass diese für zwei Monate ausgesetzt worden seien. Sie seien später wieder aufgenommen und den 2.000 Soldaten, die in den Irak-Krieg geschickt wurden, sei nichts über diese Nebenwirkungen gesagt worden.
Austin sagte, für die hundertprozentige Sicherheit des Impfstoffes könne er zwar nicht garantieren, aber die Gesundheit der Soldaten sei nie gefährdet gewesen. Er fügte hinzu, derartige Nebenreaktionen seien bei späteren Impfungen nicht aufgetreten.
2003 waren 52 australische Soldaten von einem Einsatz in Irak ausgeschlossen worden, weil sie sich einer Impfung widersetzt hatten. (apa, red)
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