12% zurück: Bush in Umfragen deutlich hinter Demokraten
- Kritische Stimmen im republikanischen Lager
- Bush zweifelt an der Schaffung von 2,6 Mio. neuen Arbeitsplätzen
·Kritik an Kerry
Verbindungen zur Waffenlobby?
·US-Wahlen
Howard Dean wirft das Handtuch
US-Präsident Bush ist in Umfragen weit hinter die aussichtsreichsten Bewerber um die demokratische Präsidentschaftskandidatur zurückgefallen. In der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Instituts Gallup lag Bush zwölf Prozentpunkte hinter seinem möglichen Herausforderer bei den Wahlen im November, Senator John Kerry.
Senator John Edwards, dem im Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur ebenfalls noch Chancen eingeräumt werden, lag immerhin zehn Prozentpunkte vor dem Amtsinhaber. Im republikanischen Lager wurden angesichts der Umfragetiefs kritische Stimmen laut, die Bush und seinem Wahlkampfstab Fehler vorwarfen.
"Das waren vielleicht die schlimmsten sechs Wochen in Bushs politischer Karriere", sagte der Ex-Wahlkampfberater eines republikanischen Senators. Am Mittwoch war der Präsident überraschend von seiner zuvor geäußerten Erwartung abgerückt, dass in den USA in diesem Jahr 2,6 Millionen neuer Stellen geschaffen würden. Zudem hatte der Chef von Bushs Wirtschaftsberatern die Verlagerung von Hunderttausenden US-Arbeitsplätzen ins Ausland als natürlichen und guten Prozess bezeichnet.
Bereits der Auftakt des Wahlkampfjahrs war für Bush nach Ansicht von Kritikern nicht besonders erfolgreich verlaufen. Die Rede zur Lage der Nation habe ebenso wie die Vision bemannter Flüge zum Mars nur ein verhaltenes Echo ausgelöst.
Der wahrscheinliche Bush-Herausforderer Kerry erhielt am Donnerstag weitere wichtige Unterstützung. Der mächtige Gewerkschaftsdachverband AFL-CIO mit rund 13 Millionen Mitgliedern stellte sich hinter den Senatoren aus Massachusetts, der bereits 15 der bisherigen 17 Vorwahlen für sich entschieden hat. Gewerkschaftschef Sweeney nannte Kerry einen "Freund der Arbeiter". (apa)
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