Kerry unter Kritik: Verbindungen zur Waffenlobby?
- Zeitung berichtet über heikle Verbindung zu umstrittenen Rüstungsfabrikanten Majumder
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Der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, John Kerry, ist wegen möglicher Finanzverflechtungen mit der Industrie in die Kritik geraten. Zwischen 1996 und 1999 setzte sich der Senator nach Informationen der "Los Angeles Times" in mehreren Briefen an Kongressmitglieder und das Verteidigungsministerium für eine Auftragsvergabe an den Rüstungsunternehmer Parthasarathi "Bob" Majumder ein, der kürzlich mehrere Fälle illegaler Parteienfinanzierung zugegeben hatte.
In dem dreijährigen Zeitraum habe Kerry von Majumder und dessen Angestellten etwa 25.000 Dollar an Spenden kassiert, berichtete die Zeitung unter Berufung auf eine auf Wahlkampfspenden spezialisierte Anwaltskanzlei.
Majumders Unternehmen Science and Applied Technology Inc. habe in den frühen 90er Jahren von der Regierung etwa 150 Millionen Dollar für die Entwicklung eines Lenkwaffensystems erhalten, berichtete die "Los Angeles Times". Als das Projekt im Verteidigungsministerium auf Vorbehalte stieß, habe sich Kerry mit einigen Kongresskollegen an der Briefaktion beteiligt.
In der vergangenen Woche hatte der aus Indien stammende US-Bürger Majumder zugegeben, zweimal illegale Parteispenden getätigt zu haben. Kerry hatte sich im Wahlkampf bislang als Politiker dargestellt, der von den Lobbyinteressen der großen Industrie unabhängig ist. (apa)
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