Präsidenten-Wahl: Rybkin darf nicht an TV-Debatte teilnehmen
- Russische Wahlkommission schließt Präsidentschaftskandidaten wegen Wohnsitzes in London aus
·Entführung?
Rybkin: "Wurde in die Ukraine gelockt"
Der russische Präsidentschaftskandidat Iwan Rybkin darf nicht an einer geplanten Fernsehdebatte aller Bewerber teilnehmen. Zur Begründung erklärte die Wahlkommission am Donnerstag in Moskau, Rybkin habe seinen derzeitigen Wohnsitz in London und könne nicht über eine Videoschaltung mit den übrigen Kandidaten verbunden werden. Die Nachrichtenagentur Interfax zitierte einen Sprecher der Kommission mit den Worten, Bewerber müssten persönlich zu der Debatte erscheinen, es sei denn, sie seien krank oder hätten berufliche Verpflichtungen.
Rybkin war Anfang vergangener Woche von einem Geheimnis umwitterten Ukraine-Aufenthalt zurückgekehrt. Der liberale Politiker erklärte, er sei in Kiew betäubt worden, und es seien peinliche Videoaufnahmen von ihm gemacht worden. Aus Sicherheitsgründen werde er nun bis nach der Präsidentenwahl am 14. März in London bleiben. Die Chancen Rybkins gelten bei der Abstimmung allerdings als gering. Es wird erwartet, dass Amtsinhaber Wladimir Putin die Wahl mit deutlichem Vorsprung gewinnt. (apa)
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