Gaza-Räumungsplan: Sharon wartet noch US-Wahlen ab
- Truppen-Abzug erst für Anfang 2005 geplant
- USA fürchten Chaos und Hamas
Der israelische Ministerpräsident Sharon ist am Donnerstag mit US-Vertretern zusammengetroffen, um seinen Plan zur Räumung 17 jüdischer Siedlungen im Gaza-Streifen darzulegen. Israelische Medien berichteten, Verteidigungsminister Mofaz habe die Armee bereits angewiesen, sich auf den Abzug vorzubereiten. Die Räumung selbst werde allerdings erst nach den Wahlen in den USA Anfang 2005 erwartet.
Nach israelischen Medienberichten wollen die USA verhindern, dass es nach der Räumung zum Chaos kommt und die radikale Hamas-Bewegung die Kontrolle im Gaza-Streifen übernimmt. Der palästinensische Ministerpräsident Korei hat deshalb eine vorübergehende Präsenz internationaler Truppen gefordert, um eine Stabilisierung der Lage nach dem israelischen Abzug zu gewährleisten. Die israelische Tageszeitung "Yediot Aharonot" schrieb am Donnerstag, die Räumung aller jüdischen Siedlungen außer drei am nördlichen Rand des Gaza-Streifens umfasse auch einen Abzug fast aller Truppen aus dem Gebiet.
Die drei US-Emissäre, unter ihnen der Nahost-Sondergesandte Burns, besuchen die Region zwecks Vorbereitung eines Treffens des israelischen Ministerpräsidenten mit US-Präsident Bush in den kommenden Wochen. Sie wollten vor ihrer Abreise auch israelische Militärs sowie Korei treffen.
(apa)
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