Mittwoch, 18. Februar 2004

US-Präsidentschaft: Howard Dean wirft das Handtuch

  • Wahlkampforganisation soll in Basisbewegung umgewandelt werden
  • "Präsident Bush muss im November geschlagen werden"

Nach dem erneuten Sieg von John Kerry bei einer Vorwahl der Demokraten ist dessen Mitbewerber Howard Dean im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur ausgestiegen. "Heute mag meine Kandidatur beendet sein, aber unsere Kampagne für einen Wechsel ist noch nicht vorbei", erklärte Dean, der lange Zeit als Favorit für die Demokraten gegolten hatte, am Mittwoch auf seiner Internetseite.

Dean kündigte die Umwandlung seiner Wahlkampf-Organisation in eine Basisbewegung an. Präsident Bush müsse im November geschlagen werden, forderte der ehemalige Gouverneur von Vermont vor jubelnden Anhängern in seinem Heimatsstaat.

Der Ex-Gouverneur von Vermont hat entgegen der ursprünglichen Erwartungen keine der bisher 17 Vorwahlen gewonnen und landete beim jüngsten Urnengang in Wisconsin abgeschlagen auf dem dritten Platz. Kerry gewann die Abstimmung am Dienstag knapp vor seinem Konkurrenten John Edwards.

Nach der Wahl in Wisconsin hatte Dean noch gesagt: "Wir werden die Demokratische Partei ändern; wir werden Amerika ändern; wir werde das Weiße Haus ändern." Dean hatte Edwards als den stärkeren Kandidaten gegen den republikanischen US-Präsident Bush bezeichnet. Der 60-jährige Kerry hat 15 der 17 Vorwahlen gewonnen und gilt in Umfragen mittlerweile auch als chancenreicher Herausforderer von Bush. Der Blick richtet sich nun auf den "Super Tuesday" am 2. März, wo in zehn Bundesstaaten Vorentscheidungen bei den Demokraten fallen. (apa)

18.2.2004 17:07