Mittwoch, 18. Februar 2004

Nach Drama in Schwimmbad: Letztes vermisstes Opfer wurde geborgen

  • Bergungskräfte: "Auf unseren Vermisstenlisten gibt es niemanden mehr"

Vier Tage nach dem Dacheinsturz in einem Moskauer Schwimmbad haben die Bergungskräfte am Mittwoch die Leiche eines 13-Jährigen aus den Trümmern gezogen. Zuvor hätten Arbeiter bereits die tote Mutter des Buben entdeckt, sagte der Moskauer Polizeichef, Wladimir Pronin. Pronin zufolge handelt es sich bei dem Kind um das letzte noch vermisste Opfer.

"Auf unseren Vermisstenlisten gibt es niemanden mehr, der sich im Augenblick der Tragödie in dem Freizeitcenter aufgehalten haben könnte." Noch am Vortag hatte Katastrophenschutzminister Sergej Schojgu die Zahl der weiterhin Vermissten mit zwölf angegeben.

Bei dem Dacheinsturz am Samstagabend in dem Erlebnisbad "Transwaal Park" im Südosten Moskaus waren nach offiziellen Angaben 25 Badegäste ums Leben gekommen. 61 Menschen wurden zunächst noch in Krankenhäusern behandelt, vier von ihnen befanden sich in Lebensgefahr. (apa)

18.2.2004 09:35