Bestechungsaffäre: Sharon weiter unter Druck
- Verbindungen zwischen Briefkastenfirma und Sharons Sohn entdeckt
- Neuen Erkenntnisse der Ermittler könnten zu weiterem Verhör von Sharon führen
Neue Ermittlungsergebnisse haben den Druck auf den israelischen Regierungschef Sharon in der Bestechungsaffäre weiter erhöht. Die israelische Polizei stieß auf den britischen Virgin-Inseln auf ein Konto einer Briefkastenfirma mit Verbindungen zu Sharons Sohn Gilad, wie das israelische Fernsehen berichtete.
Bei Durchsuchungen in mehreren Buchhaltungsbüros seien zudem Dokumente im Zusammenhang mit der Affäre beschlagnahmt worden. Dem Sender zufolge könnten die neuen Erkenntnisse zu einem baldigen erneuten Polizeiverhör von Sharon führen.
Der Regierungschef war Anfang des Monats zu der Affäre vernommen worden, bei der es um angebliche Schmiergeldzahlungen des angeklagten Geschäftsmannes David Appel an Sharons Sohn Gilad geht. Mit den Zahlungen sollte Sharon möglicherweise für seine Hilfe bei einem Immobiliengeschäft belohnt werden.
Die Affäre könnte ihn bei einer Anklage das Amt kosten. Sharon war bereits Ende Oktober 2003 zehn Stunden lang zu dem Fall vernommen worden. Bisher hatte er sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen und einen Rücktritt abgelehnt. (apa)
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