Trotz Misstrauensanträgen: Israels Parlament billigt Sharons Jahresbilanz
- "Ein Jahr ist kurz. Aber wir bemühen uns wieder für Ruhe zu sorgen."
- Opposition: "Regierung hat es geschafft, alle Fehler zu machen, die möglich waren."
Das israelische Parlament hat am Montag nach Ablehnung von drei Misstrauensanträgen der Opposition gegen Ministerpräsident Sharon dessen Bilanz des vergangenen Regierungsjahres gebilligt. "Ein Jahr ist kurz. Aber wir bemühen uns, auf der Ebene von Sicherheit und Wirtschaft wieder für Ruhe zu sorgen", sagte Sharon in der Rede, die das Parlament anschließend mit 45 zu 36 Stimmen annahm.
Oppositionsführer Shimon Peres entgegnete darauf, ein Jahr sei tatsächlich kurz. "Aber diese Regierung hat es in der kurzen Zeit geschafft, alle Fehler zu machen, die möglich waren." Der Chef der oppositionellen Arbeiterpartei sagte nach der Rede Sharons, die Regierung habe "zum Schaden des Landes, der Bevölkerung und der benachteiligten Schichten" alle erdenklichen Fehler gemacht.
Nach einer fast fünfstündigen Debatte sprachen sich die Abgeordneten schließlich auch für Sharons Regierungsbilanz des vergangenen Jahres aus. (apa)
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