Fit & gesund alt werden: Sporteln hält das Hirn jung!
- Neue Versuche mit Mäusen beweist, dass körperliches Workout auch die grauen Zellen stimuliert!
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Fit und gesund alt werden wollen wir alle - aber wie? Aerobic oder irgendeine andere Art von Workout ist super gegen Vergesslichkeit: Denn körperliche Fitness hält das Gehirn jung! Das belegt jetzt eine neue Studie mit Mäusen.
Sport im Alter verjüngt das Gehirn. Studien hatten gezeigt, dass körperlich fitte Mäuse ein besseres Lernvermögen, ein besseres Gedächtnis und eine höhere Aufmerksamkeit haben als "träge" Artgenossen. US-Wissenschafter wiesen in Testreihen nach, dass dies auch für ältere Menschen gilt: Körperlich fitte Probanden hatten deutlich kürzere Reaktionszeiten, konnten sich besser konzentrieren und machten weniger Fehler.
Wer Herz und Kreislauf in Schwung hält, verbessere damit auch seine geistige Leistungsfähigkeit, schließen Forscher um Arthur Kramer von der University of Illinois in Urbana aus ihrer Studie. Sie ist im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS, doi/10.1073/pnas.0400266101) veröffentlicht.
Das Team untersuchte eine Gruppe von 55- bis 79-Jährigen auf ihre körperliche Fitness und ließ sie einen Test absolvieren, bei dem aus einer Reihe von Symbolen das jeweils in der Mitte liegende schnell erkannt und zugeordnet werden musste. In einer zweiten Studie machten die Teilnehmer ein sechsmonatiges Aerobic-Programm und wurden auf die Veränderung ihrer körperlichen und mentalen Leistungsfähigkeit hin untersucht.
Nach wöchentlich drei Aerobic-Stunden über sechs Monate hinweg hatte sich auch die Hirnleistung ehemals "träger" Versuchsteilnehmer erheblich verbessert. Traditionelle Ansätze zur Verbesserung der Hirnleistung älterer Menschen wie Gedächtnis- und Konzentrationsübungen sollten deshalb künftig durch ein Fitnesstraining ergänzt werden, empfehlen die Forscher.
Die exakte Ursache für die Übertragung körperlicher Fitness auf die geistige Regsamkeit kennen die Forscher noch nicht. Im Tierversuch ließen Trainingseinheiten im Hirn die Konzentration des Nervenwachstumsfaktors Neurotrophin und ähnlicher Substanzen ansteigen. Sie lösen die Bildung neuer Synapsen und Neuronen aus und halten das Gehirn auf diese Weise "jung". Zudem nimmt bei regelmäßiger körperlicher Aktivität der Blutfluss durch die für Gedächtnis- und Konzentrationsleistungen zuständigen Hirnregionen zu - und damit auch die Versorgung mit Nährstoffen. (apa)
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