Aufnahmestopp: Krisensituation im Flüchtlingslager Traiskirchen
- Familie mit zwei Kindern wurde nicht aufgenommen
- Bürgermeister Knotzer kritisiert Innenministerium
·Asylanträge
Zahl Anfang 2004 deutlich gesunken
·Asylwerber
Drei Erstaufnahme- stellen festgelegt
·Asyl-Misere
Rotes Kreuz sucht 1.000 Plätze!
·Asyl in Ö
Bleckmann ortet 'rasche Fortschritte'
·Traiskirchen
Betreiberfirma dementiert Folter
·Traiskirchen
"profil": Foltervor- wurf von 'amnesty'
Im niederösterreichischen Flüchtlingslager Traiskirchen herrsche eine "Krisensituation". Das Innenministerium habe einen Aufnahmestopp verhängt, weil das Lager überfüllt sei. So sei eine Familie mit zwei Kindern - drei und fünf Jahre alt - nicht in das Lager aufgenommen worden, berichtete Bürgermeister Fritz Knotzer (S) am Mittwochabend. Damit die Familie nicht auf der Straßen bleiben muss, habe man sie vorerst im Gendarmerieposten untergebracht.
"Niemand vom Innenministerium kümmert sich, dass die Menschen Quartiere kriegen", kritisierte Knotzer: "So kann die Flüchtlingspolitik nicht weiter gehen." Die Familie, die nicht ins Lager aufgenommen wurde, komme seinen Informationen nach aus dem Kosovo.
Schuld an diesen Zuständen sei auch, dass Innenminister Ernst Strasser (V) die Zustimmung der Bürgermeister zur Voraussetzung für die Unterbringung von Flüchtlingen in einer Gemeinde gemacht habe. Ihn, Knotzer, hätten heute wieder zwei Pensionen und Hotels angeschrieben, die Räume für die Flüchtlinge zur Verfügung stellen würden. "Das geht aber nur mit Zustimmung der Gemeinden und kaum eine Gemeinde stimmt zu", so Knotzer. (apa/red)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
