Innenministerium: Zahl der Asylanträge Anfang 2004 deutlich gesunken
- Im Vergleich zum Vorjahr Rückgang um 38,7 Prozent
- Antragstärksten Länder: Russland, Indien, Serbien und Montenegro
·Asylwerber
Drei Erstaufnahme- stellen festgelegt
·Asyl-Misere
Rotes Kreuz sucht 1.000 Plätze!
·Asyl in Ö
Bleckmann ortet 'rasche Fortschritte'
·Traiskirchen
Betreiberfirma dementiert Folter
·Traiskirchen
"profil": Foltervor- wurf von 'amnesty'
Die Zahl der Asylanträge ist in Österreich Anfang 2004 weiter rückläufig. Im Jänner haben nach Daten des Innenministeriums 1.537 Flüchtlinge um Asyl angesucht. Zum Vergleichsmonat des Vorjahres ergibt das einen Rückgang um 38,7 Prozent. Im Jänner 2003 waren es 2.506 Anträge. Die antragsstärksten Länder sind derzeit Russland, Indien, Serbien und Montenegro sowie die Türkei.
Auch im Vorjahr zeigte sich bereits ein rückläufiger Trend. Im gesamten Jahr 2003 wurden 34.828 Asylanträge verzeichnet. Im Jahr 2002 lag dieser Wert noch bei 39.354, was allerdings ein Allzeit- Höchstwert war.
Diese Entwicklung dürfte nicht nur auf Österreich beschränkt sein. Das UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) konstatiert seit über einem Jahr in den meisten Industrieländern einen starken Rückgang der Asylantragszahlen.
Abgeschlossen wurden in Österreich heuer 3.851 Fälle, wobei hier die Anträge aber auch schon aus dem Vorjahr stammen können. Positiv ging das Asylverfahren in 144 Fällen aus, bei 196 Anträge wurde negativ entschieden und kein Asyl gewährt. In den meisten Fällen - genau 3.511 - wurde das Verfahren wieder eingestellt. Aus den vergangenen Jahren noch offen sind derzeit 33.825 Verfahren. (apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
