Rettberg-Anwalt bei Verhör: "Er investierte Millionen"
- Anwalt Gerhard Eckert packte gegenüber der Justiz aus
- FORMAT: Rettberg-Vermögen in Wien gefunden!
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Rettberg-Millionen in Wien aufgetaucht
André Rettberg gab sich nach der Libro-Pleite als völlig mittellos aus. Jetzt packte der verhaftete Rettberg-Anwalt Gerhard Eckert aus und enthüllte im Polizeiverhör die Finanzkonstruktionen seines Mandanten. Laut seinen Aussagen hat Rettberg das Geld in einem verschachtelten Firmenkonstrukt geparkt.
Das entscheidende Vernehmungsprotokoll:
Frage: Wer oder was ist die Firma Esposa?
Antwort: Die Fa. Esposa ist eine Gesellschaft, die die Aufgabe hat, die wirtschaftliche Zukunft von Herrn Rettberg zu begleiten ...
Zwischenfrage: Was heißt das jetzt konkret in Bezug auf das Verhältnis Rettberg-Esposa?
Antwort: Esposa hat es übernommen, Rettberg bei seinen diversen Verfahren zu unterstützen, an abschließenden Vergleichen mitzuwirken, Honorare zu übernehmen und Rettberg die für seine straf- und zivilrechtliche Verteidigung notwendige Hilfestellung zu geben.
Zwischenfrage: ... Esposa investiert in Hrn. Rettberg, konkret in dessen Rechtsberatung und Lösung seiner Darlehensprobleme? Für welche Gegenleistung ...?
Antwort: Gegenleistung hierfür war eine Beteiligung, die der Herr Rettberg gezeichnet hat, im Bereich der VCH-IMB-Gruppe. In Form eines Gewinnscheines, in der Größenordnung von etwa 60 Millionen (Schilling; Anm.).
Frage: Rettberg hat wann in einen Gewinnschein der VCH-IMBGruppe ATS 60 Mio. investiert?
Antwort: In der ersten Hälfte 2001.
Frage: Zum Zeitpunkt der Verhandlungen mit der Oberbank verfügte Rettberg noch über ein Vermögen von ATS 60 Millionen?
Antwort: Für mich war dieses Vermögen zugunsten der Esposa verpfändet ...
Zwischenfrage: Verstehe ich das Prinzip richtig? Rettberg hat Verbindlichkeiten gegenüber der Oberbank in der Höhe von zwanzig Millionen Schilling, verfügt über Barmittel in der Höhe von sechzig Millionen. Rettberg transferiert sein Vermögen an die Esposa, ist somit vermögenslos. Zugleich verhandelt er einen Schuldennachlass von 75 Prozent mit der Oberbank und spart somit seine bei Esposa deponierte Barschaft.
Antwort: So kann man das nicht sehen, denn die Forderung der Oberbank war in ihrer rechtlichen Qualität auch bestritten ... FORMAT
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