Bartenstein: Trendwende wird erst 2005 spürbar
- EU-Erweiterung wirkt sich schwächer aus als erwartet
- PLUS: WIFO-Umfrage sieht einen Konjukturanstieg
·Wifo-Umfrage
Konjunktur erholt sich langsam
Wirtschaftsminister Bartenstein rechnet erst für das Jahr 2005 mit einer Entspannung am Arbeitsmarkt. Für dieses Jahr gelte es, die Situation zu stabilisieren, dafür müsse aber in Wien etwas geschehen, sagte Bartenstein im Gespräch mit der APA. Die EU-Erweiterung werde sich vorerst nicht so stark auf den Arbeitsmarkt auswirken.
Am Arbeitsmarkt werde die Trendwende durch den Wirtschaftsaufschwung heuer noch nicht durchschlagen, ein Absinken der Rate werde erst 2005 stattfinden, meinte Bartenstein. Heuer soll die Arbeitslosenrate daher im Jahresdurchschnitt bei 4,5 bis 4,6 Prozent liegen. Um die Probleme am Arbeitsmarkt in Wien - laut Barteinstein "spielen sich 98 Prozent des Zuwachses bei den Arbeitslosen leider in Wien ab" - in den Griff zu bekommen, habe er AK-Präsident Tumpel, Wirtschaftskammerpräsident Nettig und Vizebürgermeister Rieder zu einem Gespräch eingeladen.
Die bevorstehende EU-Erweiterung wird seiner Ansicht nach für Österreich insgesamt Vorteile bringen. Er halte es für sinnvoll, zwischenstaatliche Beschäftigungsabkommen mit den einzelnen Ländern abzuschließen. Dabei sollte ein derartiges Abkommen etwa zwischen Slowenien und Österreich "auf die Bedürfnisse Kärntens und der Steiermark abgestimmt" werden, verlangt Bartenstein.
Gerade der Beitritt Sloweniens werde für Österreich in erster Linie positive Auswirkungen haben. Der Wirtschaftsminister verwies darauf, dass Slowenien "das höchste Pro-Kopf-Einkaufsvolumen" an österreichischen Waren aufweise: "Jeder Slowene kauft pro Jahr im Schnitt österreichische Produkte um 700 Euro."(APA
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