Nach Greenspan-Rede: Euro steigt über 1,28 Dollar
Der Euro ist am Mittwoch nach einer Rede des US-Notenbankchefs Alan Greenspan erstmals seit Mitte Jänner über 1,28 Dollar gestiegen und auf dem Weg zu neuen Rekordwerten. Die europäische Gemeinschaftswährung kletterte innerhalb weniger Minuten rund eineinhalb US-Cent bis auf 1,2816 Dollar, nachdem er vor der Rede Greenspans noch deutlich unter 1,27 Dollar notierte hatte.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2680 (Dienstag: 1,2764) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7886 (0,7835) Euro.
"Vor allem die Aussage Greenspans, dass ein schwacher Dollar beim Abbau des Leistungsbilanzdefizits hilfreich ist, drückte die US-Währung nach unten", sagte Folker Hellmeyer, Devisenexperte bei der Bremer Landesbank. Außerdem habe Greenspan betont, dass das hohe Budgetdefizit der Vereinigten Staaten auf das Wachstumstempo der größten Volkswirtschaft der Welt drücken könnte. Nach den Aussagen Greenspans sei der Weg zu neuen Euro-Rekordkursen frei.
Der Euro war zuletzt am 12. Jänner mehr als 1,28 Dollar wert und hatte an diesem Tag auch seinen Rekordstand von 1,2897 Dollar erreicht.
(apa, red)
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