EStAG-Einstieg: Verbund bekundet Interesse an Energie-Holding
- Schriftliche Willenserklärung für Erwerb von 24,8 % vorgelegt
- Landeshauptmann Haider für "südösterreichische Stromlösung"
Der Verbund hat nun auch offiziell sein Interesse an den vom Land Steiermark zum Verkauf angebotenen 24,8-Prozent-Anteil an der steirischen Energie-Holding EStAG bekundet. Im Zuge einer Anfragebeantwortung im Grazer Landtag wurde vom für Beteiligungen zuständigen Finanzlandesrat Herbert Paierl (V) Dienstagnachmittag bestätigt, dass eine diesbezügliche Willenserklärung jüngsten Datums, unterzeichnet von Verbund-Chef Hans Haider, vorliege.
Paierl wollte mit dem demonstrativen Vorweisen des Schreibens untermauern, dass der Unternehmenswert der EStAG nicht gesunken ist. Die dringliche Anfrage der SPÖ hatte darauf abgezielt, ob durch die aktuellen Turbulenzen nicht die im Budget geplante Lukrierung von zumindest 182 Mio. Euro für den Anteilsverkauf gefährdet sei.
Wie es von Paierl weiter hieß, wurde die Interessensbekundung umgehend an den vom Land beauftragten Merger weitergeleitet. Über den tatsächlich zu erlösenden Kaufpreis zu spekulieren sei unseriös - bei den genannten 182 Mio. Euro handelt es sich um jenen Posten, der insgesamt aus Beteiligungsverkäufen dem Landessäckel zugeführt werden soll: "Der Preis ist der, den der Markt hergibt und den der Merger erzielen kann."
Der Verbund hatte medial schon mehrmals sein Interesse am Einstieg beim steirischen Landesenergieversorger bekundet, und zwar schon im September 2003 und zuletzt wieder im Jänner dieses Jahres.
Insgesamt gehören dem Land Steiermark derzeit 75 Prozent minus eine Aktie an der Energie Steiermark Holding AG. Die Sperrminorität von 25 Prozent plus eine Aktie halten Electricite de France und Gaz de France zusammen, davon 20 Prozent EdF und 5 Prozent GdF. (APA, Red.)
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