Einzelhandels-Bilanz: 2003 mit realem Umsatzverlust
- Weihnachstgeschäft mit Umsatzminus von 1 Prozent
- Real minus 0,5 Prozent, nominell geringes Plus
2003 war für den österreichischen Einzelhandel kein erfreuliches Jahr: Der Umsatz lag zwar nominell um 0,5 Prozent über dem Wert des Jahres 2002, real, also bereinigt um die durchschnittlichen Preissteigerungen (plus 0,9 Prozent), bedeutete das allerdings ein Minus von 0,5 Prozent, geht aus einer aktuellen Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria hervor.
Die Kundenfrequenz war 2003 sogar um 1,7 Prozent geringer als im Jahr davor. Gebremst wurde die Kauflust der Österreicher aber auch der Touristen nicht zuletzt durch die große Hitze in den Sommermonaten, so die Handelsforscher.
Umsatzsieger war 2003 der Sportartikelhandel mit einem nominellen Plus von 4,2 Prozent, gefolgt vom Spielwarenhandel mit plus 2,4 Prozent und dem Lebensmittelhandel mit plus 2,4 Prozent sowie den Baumärkten mit einem kleinen nominellen Plus von 0,4 Prozent.
Auf der Umsatzverliererseite fanden sich die Lederwarenhändler mit nominell 8,4 Prozent weniger in der Kasse, die Uhren- und Schmuckhändler mit minus 3,0 Prozent sowie der Mode- und der Elektrohandel mit minus 2,2 Prozent bzw. minus 2,0 Prozent. Weniger umgesetzt haben auch die Möbelhäuser (minus 1,7 Prozent), die Papier- und Buchhändler (minus 1,4 Prozent), die Drogerien und Parfümerien (minus ein Prozent) und der Schuhhandel mit einem kleinen Minus von 0,6 Prozent.
Die endgültige Bilanz des Weihnachtsgeschäfts (jener Umsatz im Dezember, der den Durchschnittswert Jänner bis November übersteigt), ergab 2003 ein Umsatzminus von einem Prozent. Damit hat sich das Minus von sieben Prozent in der Zwischenbilanz (bis einschließlich 20. Dezember) erwartungsgemäß noch deutlich abgeschwächt. Begründet wird dies damit, dass der heilige Abend auf einen Mittwoch fiel, und es somit einen zusätzlichen Einkaufstag) gab, aber auch mit der zunehmenden Zahl der späten Geschenkkäufer. (APA)
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