Telekom Austria-Aktie: Mit 11,75 Euro auf neuem Allzeithoch
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Die Chancen der Manager der ersten und zweiten Führungsebene in der börsenotierten Telekom Austria (TA), das beim TA-Börsegang vereinbarte Stock-Option-Programm in Anspruch nehmen zu können, steigen. Die TA-Aktie ging am Montag mit einem neuen Allzeithoch von 11,75 Euro aus der Sitzung - so wie der ganze Wiener Aktienmarkt Rekorde feierte.
Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei durchschnittlichem Volumen mit festeren Notierungen beendet. Die tatsächliche ATX-Performance lag um 19 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.740 Punkten. Der Wiener Leitindex stieg um 17,09 Punkte oder 0,98 Prozent auf 1.759,07 Einheiten.
Marktteilnehmer beschrieben das Geschäft zum Wochenauftakt trotz der Zugewinne beim Leitindex als ruhig. Im späten Handel konnte der Leitindex seine Gewinne noch etwas ausbauen. Gestärkt wurde der ATX vor allem von den Kursgewinnen bei den Aktien der Telekom Austria und der Erste Bank.
Die Titel der Telekom Austria (TA) gingen um 3,43 Prozent höher bei 11,75 Euro (1.198.874 gehandelte Stück in Einfachzählung) und damit auf einem neuen Allzeithoch aus der Sitzung. Marktteilnehmer verwiesen hier auf einen Bericht in der Schweizer "SonntagsZeitung", wonach die Swisscom weiterhin an der TA interessiert sei. "Neuigkeiten standen in dem Artikel zwar keine, aber einige Investoren sprangen auf den Zug auf", berichtete ein Händler. Zudem hat die RCB die TA-Aktien zum "Kauf" empfohlen und nennt ein Kursziel von 13 Euro.
Damit stieg die TA über die von den Managern sehnlichst erwarteten 11,70 Euro.
Das TA-Aktienoptionsprogramm kann nämlich nur dann ausgeübt werden, wenn der TA-Aktien-Schlusskurs an den fünf Handelstagen der letzten Februarwoche den Emissionskurs von 9 Euro um 30 Prozent überschreitet und damit auf oder über 11,70 Euro notiert. Diese Aktien-Option war damals als Erfolgsprämie vereinbart worden, den TA-Managern steht für jede Aktie in ihrem Besitz das Acht- bis Zwölffache der Differenz zum Ausgabe-Kurs von 9 Euro zu. Per Ende 2002 waren 3,43 Mio. TA-Optionen im Umlauf.
Die Aktie wurde heute von neuerlichen Gerüchten über einen Einstieg der Swisscom bei der TA sowie von einer TA-Analyse der Raiffeisen Centrobank (RCB) getrieben, in der die TA-Aktie mit einem Kursziel von 13 Euro zum Kauf empfohlen wurde.
Die Swisscom betonte am Montag auf APA-Anfrage, "grundsätzlich nach wie vor Interesse an der Telekom Austria" zu haben. Eine Swisscom-Sprecherin ging aber davon aus, dass sich an den Preisvorstellungen von beiden Seiten nichts geändert hat. So gesehen gebe es "seit November nichts Neues".
2003 waren die Verhandlungen zwischen ÖIAG und Swisscom wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen gescheitert. Die ÖIAG, die 47,2 Prozent an der TA hält, hatte dem Vernehmen nach damals 13 Euro je Aktie verlangt, während die Swisscom 11 Euro geboten haben soll. Nach dem Komplettrückzug der Telecom Italia in der zweiten Jännerhälfte 2004 kann die ÖIAG erst wieder ab Anfang Juni 2004 TA-Anteile verkaufen. (APA/Red.)
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