Montag, 9. Februar 2004

Plus 3,2 Prozent: Stromverbrauch in Österreich kräftig gestiegen

  • Gesamterzeugung von elektrischer Energie fiel 2003 um 4,1%
  • Stromproduktion in Wärmekraftwerken stieg um 20,8 Prozent

Der Stromverbrauch in Österreich ist im Vorjahr um 3,2 Prozent gestiegen. Dies geht aus vorläufigen Daten der Regulierungsbehörde E-Control hervor. Insgesamt wurden 62.623 Gigawattstunden (GWh) elektrische Energie verbraucht. Das waren um 1.969 GWh mehr als 2002. Die höchsten Zuwächse gab es im Februar (plus 9,4 Prozent) und März (plus 5,3 Prozent), den geringsten im Juni mit 1,0 Prozent.

Die gesamte Stromerzeugung in Österreich ging 2003 um 4,1 Prozent auf 59.925 GWh zurück. Deutlich vergrößert hat sich der Importüberhang, der von 699 GWh auf 5.614 GWh wuchs. Die physikalischen Stromimporte erhöhten sich um 23,6 Prozent, die Exporte sanken dagegen um 8,8 Prozent, geht aus Daten der E-Control hervor.

Die Erzeugung in Laufkraftwerken verringerte sich 2003 um 21 Prozent, jene in Speicherkraftwerken um 3,2 Prozent. Deutlich zugelegt hat die Stromproduktion in Wärmekraftwerken mit einem Plus von 20,8 Prozent. In der gesamten inländischen Erzeugungsstruktur dominierte die Wasserkraft mit einem Anteil von 53,7 Prozent. Auf die Wärmekraftwerke entfielen 39,8 Prozent.

Der Rückgang der Erzeugungsmöglichkeiten bei den Laufkraftwerken sei im zweiten Halbjahr angesichts des trockenen Sommers "dramatisch" gewesen, heißt es im Bericht der E-Control weiter. Im August sei der absolut niedrigste monatliche Erzeugungskoeffizient der Laufkraftwerke seit 1955 verzeichnet worden. (APA)

9.2.2004 13:41