Montag, 9. Februar 2004

Nach Umsatzeinbruch: Eurotunnel will Preise senken

  • Verlust der Betreibergesellschaft lag 2003 bei 1,889 Mrd. Euro

Nach dem starken Umsatzeinbruch 2003 will die Betreibergesellschaft des Eurotunnels die Preise senken, um mehr Verkehr in die Kanalröhre zu locken. Der Verlust der Eurotunnel-Gesellschaft lag letztes Jahr mit 1,889 Mrd. Euro beim Doppelten des Umsatzes.

Der französischen sowie der britischen Regierung und den Transportunternehmen sei vorgeschlagen worden, von 2005 an die Gebühren für die Nutzung des Tunnels zu senken, teilte die Eurotunnel-Gesellschaft am Montag in Paris mit.

Sie hatte im vergangenen Jahr einen Umsatzeinbruch von 9,36 Prozent verzeichnet. Der Verlust lag mit 1,889 Mrd. Euro beim Doppelten des Umsatzes. Ziel des Vorschlags sei es, sowohl den privaten Reiseverkehr als auch den Gütertransport anzukurbeln, um die Rentabilität zu verbessern und "ein für alle Mal" die finanzielle Situation zu sichern, erklärte Eurotunnel-Chef Richard Shirrefs (Bild).

Eurotunnel sieht auch Chancen, mit dem Aufbau eines eigenen Frachtgeschäfts aus den roten Zahlen hinauszukommen. Noch im Vorjahr hatte Eurotunnel einen Gewinn von 508 Mio. Euro verzeichnet. (APA/Red.)

9.2.2004 12:58