Grun-Weiße Ikone: Vor 75 Jahren wurde Gerhard Hanappi geboren
- Ehemaliger ÖFB-Rekord-Teamspieler und Rapid-Kicker starb 1980
- Sieben Meistertitel mit den Hütteldorfern, WM-Dritter 1954
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Zu- und Abgänge in der Bundesliga
Mit Gerhard Hanappi hätte einer der besten österreichischen Kicker aller Zeiten am Montag (16.2.) seinen 75. Geburtstag gefeiert. Auch fast 24 Jahre nach seinem frühen Tod am 23. August 1980 ist der "Gschropp", wie er auf Grund seiner geringen Körpergröße liebevoll genannt wurde, im heimischen Fußball allgegenwärtig. Vor allem wegen der von ihm konzipierten und nach ihm benannten Heimstätte seines langjährigen Klubs SK Rapid, aber auch wegen seiner großen sportlichen Erfolge mit den Hütteldorfern und dem Nationalteam.
Bis 1998 war Hanappi mit 93 Einsätzen (zwölf Tore) ÖFB-Rekord-Internationaler, ehe er von Toni Polster überholt wurde. Weiterhin unübertroffen sind aber seine 55 Länderspiel-Einsätze in Folge. 1954 holte der exzellente Techniker mit großer Laufbereitschaft und Kampfkraft mit der Nationalmannschaft in der Schweiz WM-Bronze und war damit am größten Erfolg in der Geschichte des österreichischen Teams, das er ab 1955 als Kapitän aufs Feld führte, maßgeblich beteiligt. Auch bei der WM 1958 war Hanappi mit von der Partie.
Debüt bei ÖFB-Auswahl 1948
Sein Debüt für die ÖFB-Auswahl gab der Wiener, der bis 1962 für Österreich spielte und 1953 in die FIFA-Weltauswahl berufen wurde, am 14. November 1948 beim 2:2 gegen Schweden. Damals war der Mittelfeld-Läufer noch bei Wacker Wien engagiert. 1950 kam er nach langem Transfer-Hickhack zu den Hütteldorfern, mit denen er bis 1964 sieben Meistertitel und eine Cup-Trophäe gewann. Außerdem holte Hanappi mit den Grün-Weißen den Titel im Zentropa-Cup (1951) und stand im Meistercup-Semifinale (1960/61).
Karriere 1965 beendet
Von 1951/52 bis 1963/64 absolvierte die Rapid-Ikone 321 von 338 möglichen Meisterschaftspartien für die Hütteldorfer. 1965 beendete er seine Karriere und wurde dabei vom offiziellen Österreich als erster Fußballer mit dem "Goldenen Verdienstzeichen der Republik" geehrt.
"Gerhard-Hanappi-Stadion"
Rund zehn Jahre nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn begann Hanappi, der schon während der Zeit als Fußballer sein Architektur-Studium abgeschlossen hatte, mit den Planungen des neuen "Weststadions" für die Hütteldorfer, das am 10. Mai 1977 eröffnet wurde. Am 7. Oktober 1981, rund 14 Monate nach dem Tod des legendären ÖFB-Teamspielers, wurde die Arena in "Gerhard-Hanappi-Stadion" umbenannt.
(apa/red)
