Jogi Löws Ziel für Austria: "Titel muss wieder her"
- Vorhandenen Spielern Vertrauen schenken, Didulica weiter Nummer eins
- PLUS: Die Pläne des Frank Stronach (Kasten rechts)
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Mäzen Frank Stronach wettet, dass in den nächsten Jahren der Fußball-Meisters stets Austria heißen wird. Und Joachim Löw fordert vor der Fortsetzung der T-Mobile-Bundesliga am 21. März klipp und klar: "Wir müssen wieder den Titel holen, alles andere wäre eine Enttäuschung." Die Violetten aus Wien, die am Donnerstag aus ihrem zwölftägigen Trainingslager aus Andalusien heimkehrten, gehen mit Selbstvertrauen und drei Punkten Vorsprung auf Herbstmeister Rapid und vier auf seinen "Vize" GAK in die Frühjahrssaison.
Der ruhige Schwabe weiß aber, dass der Weg zum Titel "kein Durchmarsch, sondern es heiß zu gehen wird." Eine kleine Vorentscheidung könne schon in den ersten vier Spielen fallen. Da spielt der Spitzenreiter nämlich gegen seine auf Rang zwei bis fünf platzierten Jäger in der Reihenfolge FC Superfund, GAK, Rapid und SW Bregenz. "Rapid hat nun Lawaree, die Grazer haben auch aufgerüstet", gibt Löw zu bedenken. SV Salzburg erwartet er stärker als im Herbst und Sturm Graz ebenfalls besser. Gut aus den Startlöchern kommen und an das starke Herbst-Finish anknüpfen, lautet Löws Wunsch.
Auch Cup soll wieder nach Favoriten
Neben dem Liga-Titel wollen die Favoritner auch den ÖFB-Cup und damit das Double erfolgreich verteidigen. Die internationalen Ziele sind noch weit weg, weshalb Löw jetzt nicht darüber reden will. "Das primäre Ziel liegt für längere Zeit auf nationaler Ebene", so der Daum-Nachfolger, der ebenfalls die neue Philosophie - mit Kontinuität, Konstanz und Harmonisierung des vorhandenen Materials - predigt. "Wir geben dem vorhandenen Kader Vertrauen und führen Junge heran. Einschnitte wie bisher gibt es nicht mehr."
Teamgeist hat sich verbessert
Die Mannschaft müsse nun Zeit zum Wachsen erhalten. "Du kannst noch so gute Einzelspieler haben, ohne Teamgeist und Kommunikation gibt es keinen Erfolg." Vor allem der Teamgeist habe sich entscheidend verbessert, er spüre nun eine viel professionellere Einstellung jedes Spielers. Die Egoismen vom Anfang hätten sich seit Weihnachten zu einem Gemeinschaftsgefühl entwickelt. "Das ist wichtiger alles alles andere. Wir kämpfen alle um ein gemeinsames Ziel", freut sich der Feldherr, der mit dem zwölftägigen Trainingslager im "Marbella Fußball-Paradies" (www.mpf-marbella.com) in La Quinta "absolut zufrieden" war.
Bessere Vorbereitung als im Sommer
"Wir hatten ausgezeichnete Plätze, angenehme Temperaturen, keine Verletzten, alle haben das gesamte Vorbereitungsprogramm absolviert. Wir sind in körperlich guter Verfassung." Das hätten auch die fünf Testspiele gegen YB Bern (1:0, 2:1), Bröndby (0:2), St. Petersburg (1:2) und CSKA Moskau (0:1) gezeigt. Außerdem ortete er Fortschritte im technisch-taktischen Bereich, im Pressing, in der Kompaktheit und im Stellungsspiel. "Unter dem Strich war's vom Niveau und von der Qualität eine eindeutig bessere Vorbereitung als im Sommer."
"Didulica hat kleine Vorteile"
Einige wie Flögel ("guter Eindruck, ist wieder nahe an an der Elf") oder Dundee ("überzeugend, so einen zweiten Herbst darf er sich nicht leisten") hob Löw positiv hervor. Kein Thema ist nach dem Mandl-Abgang die Tormann-Frage. "Safar ist ein guter Kauf und ein absoluter Mandl-Ersatz, aber Didulica hat kleine Vorteile. Er kennt das Team und trainiert gut, spürt aber Druck. Das ist gut so, sie stacheln einander an." In der Aufstellung für das erste Liga-Spiel sind keine gravierenden Änderungen zu erwarten.
(apa/red)
