Miller-Mania in Österreich: Weltcup-Kampf spitzt sich zu
- Top-Quartett nur noch durch 93 Punkte getrennt
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·Weltcup-Krimi
Die Rennen beim Finale in Sestriere
·Außerirdisch!
Bode Miller holt sich Slalom-Sieg
·Benni im Pech
Raich verdrängt
St. Anton-Rennen
·Vierfachsieg!!
Maier schlägt 'Steff' in Sankt Anton!
·Bravo Hermann Maier & Co.!
Gratulieren Sie hier unseren Ski-Stars!
·Der Weltcup - die Saison 2003/04
Alle Tabellen & Stände im Überblick
·Die Sieger
Alle Stockerlplätze der Herren 2003/04
Toller Ski-Sport, hunderte kreischende Kids, eine Champagner-Dusche für die Menge und eine rauschende Siegesparty - Slalom-Sieger Bode Miller hat am Weltcup-Wochenende in St. Anton einmal mehr die österreichischen Massen elektrisiert. Gemeinsam mit dem Salzburger Abfahrts-Triumphator Hermann Maier war der US-Amerikaner der große Gewinner der Rennen im WM Ort von 2001. Im Gesamt-Weltcup hat sich die Lage in Tirol weiter zugespitzt - acht Rennen vor Schluss trennen das Top-Quartett Maier (1.054 Punkte), Benjamin Raich (AUT/985), Miller (984) und Stephan Eberharter (AUT/961) lediglich noch 93 Punkte.
Vor dem St. Anton-Wochenende noch großer Außenseiter, scheint nun auf einmal viel für Super-Allrounder Miller zu sprechen. "Mein Vorteil ist, dass ich der Einzige bin, der alle Disziplinen fährt", sagte der 26-Jährige, der am Sonntag von 14.000 Zuschauern gefeiert worden war. Die traditionell feucht-fröhliche Siegesparty des Rossignol-Fahrers, der sich schon bei der Pressekonferenz ein Seidl Bier genehmigt hatte, ging am Sonntagabend gemeinsam mit seinem zweitplatzierten Kumpel Kalle Palander im St. Antoner "Funky Chicken" über die Bühne.
Bode kann's auch im Salom
Gleichzeitig gab es nach der eindrucksvollen Vorstellung von Miller, der jetzt gemeinsam mit Palander den Saisonrekord von fünf Siegen hält, eine Warnung für die Konkurrenz: "Das war eines jener Rennen, die wirklich Spaß machen. Aber ich habe noch mehr drauf." Mit seinem ersten Slalom-Sieg seit mehr als zwei Jahren hat Miller die Stories über sein angebliches Slalom-Problem widerlegt. Er selbst hat trotz der Ausfälle zwischendurch immer an sich geglaubt: "Mein Slalom ist nicht schlecht, es war nur wie bei einer hängen gebliebenen Schallplatte."
"Maier zur Zeit phänomenal"
Im spannenden Kampf um die "Kugel" fürchtet Miller am meisten Österreichs Hermann Maier. "Er fährt zur Zeit phänomenal. Ich brauche ein paar Leute, die schön langsam anfangen, ihn zu besiegen." Mit einer weiteren österreichischen Ski-Legende, "Mr. St. Anton" Karl Schranz, hat Miller am Sonntag im VIP-Zelt angestoßen. "Er ist ein super cooler Typ", zeigte sich Miller von dem Arlberger angetan. Der US-Boy wird in der Weltcup-Pause nicht nach Hause fliegen, sondern mit seinem Wohnmobil einen Sightseeing-Trip nach Prag unternehmen und dann wieder trainieren.
Benni bleibt zuversichtlich
Millers ÖSV-Konkurrenten werden sich bis Kranjska Gora (28. und 29. Februar) mit intensivem Slalom- und Riesentorlauf-Training in Schuss bringen. Auch der am Sonntag im ersten Durchgang ausgeschiedene Benni Raich, der trotz seines Patzers zuversichtlich ist: "Das war noch nicht die Vorentscheidung. Hoffentlich." Herren-Chef Toni Giger sieht den Einfädler des Pitztalers nicht so tragisch: "Raich war bisher der Konstanteste überhaupt. So etwas kann immer passieren",
Mario Matt wieder am Stockerl
Riesenfreude hatten die Österreicher am Sonntag mit dem drittplatzierten Mario Matt, der erstmals seit seiner Schulterverletzung wieder am Stockerl stand. "Ich habe eine brutal harte Zeit hinter mir. In den letzten zwei Jahren hat teilweise nichts mehr zusammengepasst. Aber ich habe hart weitergearbeitet", freute sich der Flirscher.
Schönfelder am Ellbogen verletzt
Von Verletzungspech verfolgt ist hingegen Slalom-Weltcup-Leader Rainer Schönfelder. Der Kärntner zog sich eine schmerzhafte Ellbogenverletzung zu und wurde am Sonntag dennoch Vierter. Eine genauere Diagnose sollte noch am (heutigen) Montag folgen. Bereits am Samstag in der Abfahrt hatte sich Hannes Trinkl einen Sehneneinriss in der linken Schulter zugezogen. Der Oberösterreicher will aber in drei Wochen in Kvitfjell bereits wieder attackieren.
(apa/red)
