Sonntag, 15. Februar 2004

Ski-Fieber: 220.000 Fans stürmten Österreich-Rennen

  • 16 Rennen laut ÖSV-Boss Schröcksnadel aber zu viel
  • PLUS: Alle Weltcupstände und die Sieger der Saison!

Das letzte große Ski-Event in Österreich lockte 34.000 Fans bei Kaiserwetter auf den Arlberg. 20.000 verfolgten die Abfahrt mit dem österreichischen Sieger Hermann Maier, 14.000 sahen den Slalom mit einem fulminanten Bode Miller. Österreich ist nicht nur in Weltcup-Listen Nummer Eins, sondern auch bei den Zuschauern. Die 16 alpinen Weltcuprennen dieser Saison in Österreich verfolgten insgesamt 220.000 Zuschauer.

"Ein Beweis, dass der Skisport in Österreich gut gemanagt wird", sagte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel am Sonntag im Zielraum von St. Anton. "Unser Marketing-Konzept ist voll aufgegangen. Vor 15 Jahren kamen bis auf Kitzbühel auch in Österreich kaum Zuschauer." Und der ÖSV-Präsident freut sich auch, dass das Konzept im Ausland nun kopiert wird. "In der Schweiz, in Garmisch-Partenkirchen, aber auch in Marburg gibt es inzwischen tolle Ski-Rennen mit guter Stimmung."

Zu viele Rennen in Österreich?
Sechzehn Rennen (inklusive Nachtrag der Wengen-Abfahrt in Kitzbühel) gab es diese Saison in Österreich. "Fast zu viel. Wir haben alles ausgereizt", sinnierte Schröcksnadel, "zwölf Rennen bei den Alpinen wären von der Organisation her gesehen optimal. Alles was darüber ist, belastet den Verband." Bis zu zwölf Rennen, rechnet der ÖSV-Präsident vor, wären ein Geschäft für den ÖSV, alles darüber sei ein Problem. "Wir machen aber kein Minus".

Bei den Terminverhandlungen mit der FIS will Schröcksnadel für die kommenden Saisonen endlich ein Rennen im Dezember in Österreich durchdrücken. "Aus touristischer Sicht wäre das ganz wichtig. Frankreich und Italien können vor der Wintersaison Werbung machen, nur wir nicht."

Jedes Jahr eine WM?
Der ÖSV-Chef verteidigt in diesem Zusammenhang auch die US-Idee, in allen Jahren ohne Olympische Spielen am Ende der Saison Weltmeisterschaften auszutragen. "Das würde den Weltcup auch aufwerten. Der Weltcup würde ohne Unterbrechungen kontinuierlich ausgetragen. Er würde mehr Aufmerksamkeit bekommen." Im Gegenzug würde Schröcksnadel das Weltcup-Finale abschaffen. "Das ist meistens uninteressant, weil alle Entscheidungen oft schon gefallen sind, und kostet nur viel Geld."

(apa/red)

15.2.2004 15:23