Schnell vergessen: Raich verdrängt St. Anton-Wochenende
- 69 Punkte trennen Raich von Maier im Gesamt-Weltcup
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"Eingefädelt - aus der Traum" - Für Benjamin Raich endete der Weltcup-Slalom der Herren in St. Anton mit einer Riesenenttäuschung. Der Pitztaler fädelte im Mittelteil des ersten Durchgangs ein, stieg zu wenig weit zurück und wurde daraufhin von der FIS-Jury disqualifiziert.
Raich verspielte im letzten Österreich-Rennen der Saison die Chance auf Platz eins im Gesamt-Weltcup, Hermann Maier, Sieger der St. Antoner Abfahrt, führt damit acht Bewerbe vor Schluss weiterhin 69 Punkte vor Raich.
"Am besten ist, alles so schnell wie möglich zu vergessen", meinte Raich, der die Startnummer eins alles andere als ideal nutzte. Bis zu den nächsten Weltcup-Rennen am 28. und 29. Februar im slowenischen Kranjska Gora will der 25-Jährige nun verstärkt Slalom und Riesentorlauf trainieren. Nach den wichtigen, verlorenen Punkten im Kampf um die Große Kristallkugel sowie die Kleine Slalom-Kugel saß die Enttäuschung bei Raich doch sehr tief: "Das tut sehr weh. Ein Heimrennen, eine wunderschöne Kulisse und noch dazu wäre für den Weltcup viel möglich gewesen."
"Nachher ist man immer gescheiter"
Angesprochen auf die Entscheidung, zu Gunsten des Slaloms auf die Abfahrt zu verzichten, meinte Raich: "Es bringt nichts, im Nachhinein drüber nachzudenken. Nachher ist man immer gescheiter." Auch wenn die FIS-Jury Raich nicht disqualifiziert hätte, wäre er im zweiten Durchgang nur Zuschauer gewesen. Denn der Tiroler hatte auf Grund seines groben Ausrittes gleich 4,70 Sekunden auf den US-Amerikaner Bode Miller verloren.
Das wäre nur der 49. und vorletzte Rang gewesen - lediglich der Kanadier Julien Cousineau (+5,55 Sekunden) wäre noch langsamer gewesen. "Die Disqualifikation war egal, ich hätte mit dieser Zeit sowieso keine Chance auf den zweiten Durchgang gehabt", meinte auch Raich.
(apa/red)
