Mittwoch, 11. Februar 2004

Karl-Schranz-Piste: Österreicher dominierten Training in St. Anton

  • Strobl Schnellster, neun ÖSV-Läufer in den Top-Elf
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Rot-Weiß-Rot hat am Freitag auf der "Karl-Schranz-Piste" in St. Anton das Training zur zehnten Saison-Abfahrt dominiert. Schnellster war der Kärntner Fritz Strobl vor Didier Cuche und Hannes Trinkl. Der Schweizer Cuche und der Italiener Erik Seletto, der mit der hohen Nummer 37 auf Platz sieben fuhr, waren die einzigen zwei Nicht-Österreicher in den ersten Elf. Allerdings begingen auf der weichen WM-Piste gleich zehn der 47 Starter Torfehler, zwei stürzten. Bei der Abfahrt am Samstag sind Sie auf networld.at ab 12.00 Uhr LIVE dabei!

Nach den vorangegangenen Schneefällen begann auch der einzige Trainingslauf wegen Präparierungsarbeiten an der Piste eine halbe Stunde verspätet. Und im Ziel waren die Läufer einer Meinung: Sehr weiche Piste, sehr gefährlich, brutal Kräfte raubend. Anders als vor drei Jahren, als Hannes Trinkl auf einer verkürzten Strecke zu Abfahrtsgold gerast war.

Ein "strahlender" Trinkl
Aber auch die Premiere auf der langen Piste gelang dem Oberösterreicher mit Platz drei recht ordentlich. "Es war ganz anders als vor drei Jahren. Aber ab der Mitte kamen die schönen Erinnerungen. Das war lässig. Mir taugt diese Piste, auf der es ordentlich rumpelt", strahlte Trinkl im Ziel.

Steff hat noch Reserven
Stephan Eberharter, der Führende im Abfahrts-Weltcup, ging das Training mit angezogener Handbremse an. "Es ging besser als ich geglaubt habe. Ich war nie in Sturzgefahr", scherzte der Zillertaler im Ziel, "für das Rennen ist da sicherlich noch mehr drin. Ich habe schon noch Reserven." Eberharter beendete das Training als Zehnter.

Maier fidet's "kommod"
Auch sein Konkurrent im Kampf um "Große und Kleine Kristallkugel", Hermann Maier, war mit seiner Trainingsfahrt zufrieden: "Ganz kommod. Die Oberschenkel fangen schon ganz oben zu brennen an. Schnellen Abschnitten folgen langsame Passagen, es ist sehr schwierig die richtige Mischung zu finden."

Schneller Strobl hofft auf härtere Piste
Fritz Strobl war es, der im Freitagtraining am besten mit der langen Version der "Karl-Schranz-Piste" zurecht kam. Der Kärntner hatte auch bei der WM 2001 das Abschlusstraining als Schnellster absolviert. "Aber dann wurde ich nur Sechster. Das war Sch...", sagte der Kärntner im Ziel. "Ich hoffe, dass sich diese Geschichte diesmal nicht wiederholen wird." Ansonsten hofft er, dass es über Nacht "anzieht", also härter wird. "Die Piste war sehr weich, am Rand sind überall Schneehaufen, das ist nicht ungefährlich."

Abfahrtstraining in St. Anton:
1.Fritz StroblAUT1:57,85 Min.
2.Didier CucheSUI+0,11 Sek.
3.Hannes TrinklAUT+0,27
4.Hermann MaierAUT+0,35
5.Hans KnaußAUT+1,15
6.Josef StroblAUT+1,25
7.Erik SelettoITA+1,33
8.Johann GruggerAUT+1,36
8.Klaus KröllAUT+1,36
10.Stephan EberharterAUT+1,47
11.Michael WalchhoferAUT+1,48
12.Daron RahlvesUSA+1,51
13.Bruno KernenSUI+1,69
14.Kristian GhedinaITA+1,77
15.Andreas SchiffererAUT+1,90
weiter:
22.Bode MillerUSA+2,43
Disqualifiziert u.a.:
.Christoph GruberAUT
.Antoine DeneriazFRA
.Marco BüchelLIE
.Alessandro FattoriITA
.Patrik JärbynSWE
.Didier DefagoSUI

Daten zur St. Antoner Abfahrtsstrecke
Name: Karl-Schranz-Strecke
Start: Kapall (2.310 Meter)
Ziel: St. Anton am Arlberg (1.350 Meter)
Höhendifferenz: 960 Meter
Durchschnittliche Neigung: 31 Prozent
Maximale Neigung: 78 Prozent
Streckenlänge: 3.086 Meter

(apa/red)

11.2.2004 10:35