Ski-Weltcup: Bode Miller - der Hahn im ÖSV-Korb
- US-Boy fordert im Gesamt-Weltcup Österreich-Trio heraus
- PLUS: Ski-Weltcup wieder in St. Anton & die aktuellen Weltcup-Tabellen
·Rückkehr
Ski-Weltcup der Herren in St. Anton
·Rückblick
Die Weltcup-Sieger von St. Anton
·Zweikampf
Raich vs Maier um Gesamt-Weltcup?
·1. Saisonsieg
Adelboden-Slalom an Schönfelder
·RTL/Adelboden
Palander siegt, 2 Österreicher Dritte
·Bravo Hermann Maier & Co.!
Gratulieren Sie hier unseren Ski-Stars!
·Der Weltcup - die Saison 2003/04
Alle Tabellen & Stände im Überblick
Bode Miller ist im Kampf um den Gesamt-Weltcup der große Herausforderer des ÖSV-Trios Benjamin Raich, Hermann Maier und Stephan Eberharter. Still und heimlich hat sich der stets am Limit fahrende "Crash-Pilot" aus Übersee wieder an die Weltcup-Spitze herangepirscht, zehn Rennen vor Schluss trennen Miller nur noch 133 Punkte vom aktuellen Leader Benjamin Raich. Die Favoritenrolle schiebt der Doppel-Weltmeister von St. Moritz 2003 (Kombination und Riesentorlauf) dem Pitztaler Benni Raich zu: "Wenn Raich konstant fährt, dann wird er ganz schwer einzuholen sein."
Der 26-Jährige, der in dieser Saison bereits acht Mal ausgeschieden ist, hat aber noch lange nicht die Flinte ins Korn geworfen. "Die Situation ist sehr interessant, ich werde bis zum Schluss weiterkämpfen", meinte Miller, der noch keine einzige Kristallkugel gewonnen hat und im Gesamt-Weltcup die Endplatzierungen vier (2001/2002) und zwei (2002/2003) vorzuweisen hat. Und der US-Boy weiß vor dem St. Anton-Wochenende mit Abfahrt (Samstag) und Slalom (Sonntag), dass auch die Konkurrenz vor Ausfällen nicht gefeit ist: "Wenn Raich einmal ausfällt und ich gewinne, sind es auf einmal nur noch 30 Punkte Rückstand."
Sicher zwischen den Kippstangen
Miller hat im Laufe der aktuellen Saison schon vier Weltcup-Siege gefeiert - jeweils zwei im Riesentorlauf (Sölden, Park City) und in der Kombination (Chamonix, Kitzbühel). Der Schlüssel zu Millers Erfolg ist aber die konstante Slalom-Form. Während der Sieger von zehn Weltcup-Bewerben (u.a. drei Slaloms) lange Zeit nur durch bemerkenswerte Ausfallserien im Torlauf auf sich aufmerksam gemacht hat, fährt Miller nun wieder auch zwischen den Kippstangen ausgezeichnet. So belegte Miller in den vergangenen drei (anspruchsvollen) Slaloms die Ränge vier (Kitzbühel und Schladming) sowie zwei (Adelboden).
"Wichtig ist die richtige Balance"
"So gefällt mir das Slalom fahren", jubelte Miller nach Rang zwei am Sonntag bei schwierigsten Bedingungen in Adelboden. Laut eigenen Angaben hat Miller derzeit die richtige Mischung zwischen Angriff und Sicherheit gefunden: "Im zweiten Lauf war ich permanent an der Grenze. Aber wenn du zu viel willst, dann schmeißt dich der Berg irgendwann ab. Wichtig ist die richtige Balance."
US-Team hofft auf Gesamt-Weltcup-Sieg
Diese Tendenz will das US-Aushängeschild am Wochenende in Österreich fortsetzen. "Bode fährt derzeit ausgezeichnet Slalom", meinte auch Headcoach Phil McNichol, der so wie der Rest des US-Teams auf den ersten US-Gesamt-Weltcup-Sieg seit 1983 (Phil Mahre und Tamara McKinney) hofft.
(apa/red)
