Sonntag, 15. Februar 2004

Skispringen: Nur Rang sechs für ÖSV-Team nach Missgeschick

  • Liegl-Bindung kaputt; Sieg in Willingen an Norwegen
  • PLUS: Die aktuelle Wertung im Weltcup 2003/04

Die österreichische Bilanz der Generalprobe für den WM-Teambewerb im Skifliegen am kommenden Wochenende in Planica fiel mager aus. Dass das ÖSV-Quartett mit Florian Liegl, Wolfgang Loitzl, Martin Höllwarth und Thomas Morgenstern in der Mannschafts-Konkurrenz am Sonntag in Willingen nur an sechster Stelle landete, lag aber nicht an mangelnder Qualität.

Der Grund für den Rückfall nach dem ersten Durchgang (Rang vier) war eine defekte Bindung am Ski von Liegl, der deshalb seinen zweiten Sprung auslassen musste. Norwegen siegte mit 19,3 Punkten Vorsprung auf Finnland und 38,7 auf Deutschland.

Bei Liegls Bindung waren vor dem Finale Probleme aufgetreten, bei der versuchten Reparatur fiel eine Schraube vom Turm und damit war die Chance vertan. "Schade, denn nach dem ersten Durchgang war alles möglich", meinte ÖSV-Trainer Hannu Lepistö. Die Österreicher hatten zur Halbzeit nur 14,5 Punkte Rückstand auf die führenden Deutschen gehabt, nach dem Problem Liegls war bei den anderen die Luft draußen und ein Topplatz außer Reichweite.

Deutschland vergab durch einen Sturz des vorletzten Springers Alexander Herr, der sich zum wiederholten Mal die Schulter auskegelte, die Chance auf den Sieg. Im Duell Norwegen-Finnland machte Roar Ljökelsöy den Unterschied aus. Weltcup-Spitzenreiter Janne Ahonen, der am Vortag souverän seinen 18. Weltcupsieg, den dritten der Saison, gefeiert hatte, vermied nur mit Mühe einen Sturz (142,0 m), Ljökelsöy flog hingegen auf die Tageshöchstweite von 148,0 m und übertraf Höllwarth, den Besten des ersten Durchgangs um einen Meter.

Die Österreicher trainieren noch bis Dienstag in Willingen, danach wird Lepistö das sechsköpfige WM-Team für Planica (Einzel- und Teambewerb ab Freitag) nominieren. (apa)

15.2.2004 17:11