Biathlon-WM: Raphael Poiree holt dritte Goldmedaille
- Liv Grete und Raphael gewannen 7 von 10 Entscheidungen
- Österreichs Biathleten enttäuschten auf der ganzen Linie
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Deutsche Herren holen Staffel-Gold
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Raphael Poiree holt 20-km-Gold!
Der Franzose Raphael Poiree hat mit den "Raketenski" seiner norwegischen Ehefrau Liv Grete für den krönenden Abschluss des Poiree-Festivals bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Oberhof gesorgt. Auf dem schweren 15-km-Kurs flog er im Massenstartrennen förmlich der Konkurrenz davon, kam scheinbar mühelos zu seinem dritten Titel und winkte den Zuschauern bereits nach dem letzten Schießen zu. Als Dank für die geliehenen Bretter und nachträglich zum Valentinstag gab Poiree die bei der Siegerehrung überreichten Blumen an seine Frau weiter.
Poiree verwies den Norweger Lars Berger (+32,4 Sek.) und den Russen Sergej Konowalow (+36,2) klar auf die Plätze. Die beiden startberechtigen Österreicher, Ludwig Gredler und Wolfgang Rottmann, kamen auf die Plätze 20 bzw. 30.
Sie sind die ungekrönten Könige der WM-Tage: Liv Grete und Raphael Poiree. Die 29-jährige Norwegerin holte vier von fünf möglichen Titeln, was davor noch niemand geschafft hatte. Ihr gleichaltriger französischer Ehemann erkämpfte drei Mal Gold und belegte je ein Mal den zweiten und dritten Platz. Zusammen waren sie nach 7 der 10 Entscheidungen vorn; eine so erfolgreiche Biathlon-Familie hat es noch nie gegeben. Beide führen nun auch die Weltcup-Gesamtwertungen an.
Deutsche Siege bei der Heim-WM
Bei der Rekord-WM sorgten aber auch die deutschen Skijäger mit ihren zwei Siegen für Jubel-Orgien unter den insgesamt 256.000 Zuschauern. Ricco Groß (GER) gewann das Verfolgungsrennen und sorgte gemeinsam mit seinen Kollegen Frank Luck, Sven Fischer und Michael Greis mit dem Erfolg in der "Königsdisziplin" Staffel für den emotionalen Höhepunkt der WM-Tage. Frank Luck ist nun mit elf WM-Erfolgen, fünf zweiten Plätzen und vier Bronzemedaillen der erfolgreichste Biathlet der WM-Geschichte.
Austro-Biathleten enttäuschend
Für Österreichs Biathleten brachte ein Jahr vor den Heim-Weltmeisterschaften in Hochfilzen auch der Abschlussbewerb wie befürchtet keine Rehabilitation: Die Plätze elf (20-km-Bewerb) bzw. zwölf (Verfolgung) jeweils durch Ex-Weltmeister Rottmann blieben die besten Einzel-Resultate und auch mit der Staffel hatte es nur zum neunten Rang gereicht.
"Auch für mich ist der Verlauf dieser WM eine große Enttäuschung, von der Medaille, die wir uns erhofft haben, sind wir relativ weit weg", bilanzierte Markus Gandler, Sportdirektor im ÖSV für Biathlon und Langlauf. (APA/Red.)
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