Mittwoch, 11. Februar 2004

Premier League: Fußball: Auch Thierry Henry im Hunderter-Club

  • Real Madrid hat bereits die Fühler nach dem Arsenal-Superstar ausgestreckt
  • PLUS: Arsenal festigt Tabellenführung (Kasten rechts)!

"Kanonier" Thierry Henry hat sich in den Hunderter-Club geschossen und erneut das Interesse von Real Madrid geweckt. Mit seinen Premier-League-Treffern Nummer 100 und 101 führte der französische Torjäger Arsenal am Dienstagabend zum 2:0-Erfolg über Southampton.

Henry sorgte dafür, dass der Tabellenführer auch nach 25 Runden unbesiegt ist. Mit seinen 19 Saisontreffern ist der Angreifer in England der Torjäger Nummer eins - und damit gerade gut genug für die "Königlichen" aus Madrid. Deren Coach Carlos Queiroz erklärte den Franzosen erneut zu seinem Wunschspieler, den er für die kommende Saison gerne in sein Star-Ensemble aufnehmen würde.

Liebling der Arsenals-Fans
Superschnelle Sprints und eiskalter Abschluss: "Tor-Henry" zeigte gegen Southampton wieder mal seine ganze Klasse, die ihn zum unumstrittenen Liebling der Arsenals-Fans werden ließ. Trainer Arsene Wenger spricht immer von "absolute Weltklasse", wenn es um Henry geht. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass diesmal beide Tore umstritten waren.

Tor aus abseitsverdächtiger Position
Beim 1:0 war der Stürmer (Wenger: "Er ist so schnell, dass es täuschen kann") aus abseitsverdächtiger Position gestartet, dem 2:0 ging ein Foul von Arsenals Ray Parlour an Danny Higginbotham voran. "Parlour hat sich zwar bei mir entschuldigt und es war sicher unabsichtlich, aber es war ein Foul", tobte Southamptons Trainer Gordon Strachan hinterher.

Real wirbt offen um Henry
Grund zum Ärger hatte auch Wenger - allerdings nicht wegen des Spiels, sondern durch neue Berichte aus Spanien. Reals offenes Werben um Henry durch den portugiesischen Trainerkollegen Queiroz regt ihn mächtig auf. "Ich hätte mehr Klasse von diesem Verein erwartet", sagte der Elsässer.

"Nicht einmal für 140 Millionen Euro"
Er deutete an, dass er seinen Stürmer nicht einmal für 140 Millionen Euro abgeben würde. "Warum sollten wir? Wir haben schon 100 Mal gesagt, dass wir Henry behalten wollen. Was Queiroz macht, ist unfair, auch gegenüber seinen eigenen Spielern, die über seine Absichten aus der Presse erfahren." Wenger befürwortet deshalb auch, dass ein Verhaltenscodex für Trainer und Manager eingeführt wird.

Deutscher Team-Keeper ist Teil des Erfolges
Henrys bereits 19 Saisontore sind ein Grund für Arsenals Top-Serie mit mittlerweile 25 Spielen ohne Niederlage. Dass die Londoner aber auch erst 16 Gegentreffer kassiert haben, ist ein klares Verdienst auch von Jens Lehmann. "Lehmann ist sicher Teil unserer defensiven Fortschritte", bestätigte auch Wenger. Zuvor gegen Southampton hatte der deutsche Team-Keeper mit mehreren guten Paraden auf sich aufmerksam gemacht - und drei Mal den möglichen Ausgleich verhindert.

(APA/red)

11.2.2004 12:59