Irrtum bei Pensionen: Riesen-Aufwand für PVA!
- Rauch-Kallat gesteht Fehler ein!
- Sozialexperte Tomandl rechnet auch 2005 mit Verlusten
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Der Sozialexperte Theodor Tomandl befürchtet, dass auch im kommenden Jahr manche Pensionisten netto weniger bekommen werden als heuer. Denn die Hälfte der Pensionen werde in diesem Jahr nur mit einem in absoluten Zahlen definierten Betrag angehoben, so Tomandl am Mittwoch in einem Radio-Interview. Dazu komme noch die weitere Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge für die Pensionisten um 0,5 Prozentpunkte.
Tomandl erwartet also neuen Ärger für Anfang 2005: "Ich fürchte, dass es wieder genau so kommen wird." Offenbar gelinge es nicht, "der Bevölkerung beizubringen, dass es sich nicht um eine laufende Erhöhung der Pension handelt, sondern um eine auf ein Jahr befristete Sonderzahlung".
Die Erhöhung der niedrigeren Pensionen um 0,6 Prozent, welche die Koalition am Dienstag beschlossen hat, sieht der Experte als Versuch, die Konsequenz einer Entscheidung nachträglich abzumildern. Es handle sich freilich um eine "höchst unglückliche Entwicklung". Offenkundig würden Pläne, die man bewusst angegangen hat, einfach nicht eingehalten - aus Gründen, die er nicht nachvollziehen könne.
Für die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) ist die nachträgliche Erhöhung um 0,6 Prozent indessen mit einem großen Verwaltungsaufwand verbunden. Dies gelte vor allem für Betroffene in Kärnten und Salzburg, wo es Vorauszahlungen gegeben habe, betont PVA- Generaldirektor Ewald Wetscherek. Er hofft, dass diese Zahlungen "zuverlässig erfasst" wurden und dass sich die Pensionisten "im Einbehaltungsfall daran erinnern können, dass sie schon vom Land bedient wurden".
Jeder Fall müsse in diesen beiden Ländern einzeln bearbeitet, berechnet und ausbezahlt werden. "Bei allem Verständnis für die Aktivitäten der beiden Landeshauptleute" betont Wetscherek, dass diese Vorgangsweise die PVA vor Verrechnungsprobleme stelle, die man dem Kunden dann auch erklären müsse.
Erschwerend komme dazu, dass in Kärnten und Salzburg 800 Euro als Grenze für Auszahlungen und nicht zwingend die von der Bundesregierung beschlossenen 0,6 Prozent der Pension rückerstattet werden.
(apa)
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