Mittwoch, 11. Februar 2004

Wahlkampf: Haider verspricht 'Geburtenprämie' & 'Mütterpension'

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Mit zwei Versprechen und einer Forderung hat der Kärntner Landeshauptmann Haider Dienstagabend bei der Präsentation des freiheitlichen Programms für die bevorstehende Landtagswahl aufhorchen lassen: Er will in Kärnten eine "Geburtenprämie" und eine "Mütterpension" einführen und forderte nach dem Beispiel Kärntens verpflichtende Objektivierungsverfahren auch für Einstellungen in den Bundesdienst.

"Die Kärntner Geburtenprämie als ein Lebensstartpaket in Höhe von 800 Euro wird für alle gelten", versprach Haider gegenüber Journalisten. Ziel sei aber ein "Familienprogramm" nach dem Vorbild Frankreichs, bestehend aus Geburtenbeihilfe, Kindergeld bis zu einem bestimmten Alter sowie Nachmittagsbetreuung. Das französische Beispiel würde zeigen, "dass mit all diesen Instrumenten Beruf und Familie super zu vereinen sind".

Keine Probleme sieht Haider im Hinblick auf die Finanzierung der "Geburtenprämie". Er wies darauf hin, dass das ebenfalls in Kärnten eingeführte Kindergeld ab 1. Jänner 2005 zu 100 Prozent vom Bund bestritten werde. "Damit werden in Kärnten zwischen sieben und neun Millionen Euro frei verfügbar" und davon könne man die "Geburtenprämie" finanzieren. Eine solche - in Höhe von 10.000 Schilling (727 Euro) - hatte es übrigens schon unter SPÖ- Bundeskanzler Bruno Kreisky gegeben.

Die "Mütterpension" solle laut Haider all jenen zugute kommen, die Kinder aufgezogen und selbst keine oder nur eine geringe Pension haben. Vorstellbar sei eine derartige Unterstützung für alle Mütter, die mindestens drei Kinder aufgezogen haben und monatlich weniger als 300 Euro erhalten. (apa)

11.2.2004 08:09