Donnerstag, 12. Februar 2004

BP-Wahl: Breites Komitee für Heinz Fischer

  • Unterstützer reichen von Weinzierl über Muliar und Dor bis zu Schmidt und Meissner-Blau

Breit gestreute Prominenz von der Zeithistorikerin Erika Weinzierl (re.) über die Sportlerin Vera Lischka (Mitte) und den Sänger Neil Shicoff bis zu den beiden früheren Präsidentschaftskandidatinnen Heide Schmidt vom LIF (sie trat 1992 noch für die FPÖ an) und Freda Meissner-Blau (Grüne) findet sich in der Überparteilichen Initiative "Gemeinsam für Heinz Fischer", die sich am Mittwoch im Presseclub Concordia der Öffentlichkeit präsentierte. Die Organisation des Komitees für den SPÖ-Präsidentschaftskandidaten haben die Veranstaltungsorganisatorin Milli Segal und die Kulturmanagerin Gertraud Auer übernommen.

Weinzierl betonte in der Pressekonferenz, sie kenne Heinz Fischer schon viele Jahre "und schätze ihn außerordentlich". Beobachte man zudem, so wie sie, seit Jahren die österreichische Innenpolitik, werde man bemerken, dass sich Fischer "immer richtig" verhalten habe. Sie hoffe, die Mehrheit der Österreicher sei derselben Meinung.

Die Schwimmerin Lischka meinte, für sie als junge Frau erscheine Fischer kompetent, sehr vertrauenswürdig und als jemand, "der Österreich sehr gut repräsentieren kann". Ohne der ÖVP-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner auf den Schlips treten zu wollen, meine sie zudem, dass Heinz Fischer einfach der Bessere sei. Und der Psychiater und Neurologe Ernst Berger hob vor allem Fischers Prinzipienfestigkeit hervor.

Der Liberale Volker Kier meinte, Fischer könnte durch seine Kompetenz mit ruhiger Hand den Anker auswerfen, wenn das Staatsschiff wanke. Der Konsulent unterstrich zudem Fischers Toleranz und Redlichkeit. Meissner-Blau lobte einerseits die Entscheidung der Grünen, keine Wahlempfehlung für die Bundespräsidenten-Wahl am 25. April abzugeben. Hätte es allerdings einen Grünen Kandidaten gegeben, hätte sie sich womöglich dennoch für Fischer entschieden. Mit Fischer sei garantiert, dass er auch in Krisen anfälligen Zeiten mit dem Maß an Möglichkeiten, das mit dem Bundespräsidenten-Amt einhergehe, verantwortungsvoll umgehe.

Im Komitee findet sich neben Schauspielern wie Maria Bill, Alexander Göbel, Harald Krassnitzer, Erni Mangold, Fritz Muliar oder Otto Tausig auch Schriftsteller wie Milo Dor, Pavel Kohut, Christine Nöstlinger oder der Sänger Willi Resetarits (auf der Proponentenliste als "Legende" bezeichnet). Ins Auge sticht zudem der Name des Grün-Politikers Andreas Wabl. Sein Bruder, der Richter Martin Wabl. strebt eine eigene Kandidatur für das Bundespräsidenten-Amt an.

Die vollständige Liste der Initiative kann unter http://www.heinzfischer.at/gemeinsam abgerufen werden. Dort wird auch über die laufenden Aktivitäten des Komitees informiert. (APA/Red.)

12.2.2004 11:46