Guantanamo: USA lassen zwei Sudanesen frei
- Einer der Freigelassenen soll "Al Jazeera"-Mitarbeiter sein
Zwei Sudanesen sind nach offiziellen Angaben aus dem US-Gefangenenlager in Guantanamo auf Kuba entlassen worden. Die Freilassung sei der Regierung von den US-Behörden mitgeteilt worden, sagte der sudanesische Außenminister Mustafa Ismail am Sonntag in Khartum.
Verhandlungen über die Freilassung der verbleibenden zehn Sudanesen in dem US-Lager würden derzeit von einer Regierungsdelegation vor Ort geführt. Unbestätigten Presseberichten zufolge war einer der nun Freigelassenen zum Zeitpunkt seiner Festnahme in Afghanistan als Kameramann für den katarischen Fernsehsender Al Jazeera tätig.
Derzeit sitzen rund 650 Häftlinge aus 42 Ländern in dem US-Lager ein. Die meisten Gefangenen sind bereits seit rund zwei Jahren in Guantanamo-Bay. Ihnen werden Verbindungen zu den radikalislamischen Taliban und zum El-Kaida-Netzwerk von Osama bin Laden vorgeworfen. Die US-Regierung verweigert den Inhaftierten den Status und die Rechte von Kriegsgefangenen; die meisten haben keinerlei Rechtsbeistand. (apa)
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