Zypern-Gespräche: Türken-Führer Denktas hofft auf "gutes Ende"
- "Zwei gleiche und souveräne Völker"
- Griechen & Türken sollen gemeinsam der EU beitreten
Nach der Einigung von New York hofft der Führer der türkischen Zyprioten Rauf Denktas auf ein "gutes Ende". Vor den in dieser Woche in Nikosia beginnenden Verhandlungen sagte er am Sonntag in Istanbul: "Der Weg ist offen." Die Zeit sei knapp, aber wenn beide Seiten "mit gutem Willen" an eine Lösung herangingen, könne ein Ergebnis erzielt werden.
Die politischen Führer der griechischen und türkischen Zyprioten hatten am Freitag in New York eingewilligt, auf Grundlage des Friedensplans von UNO-Generalsekretär Annan Gespräche zu beginnen, die noch vor dem EU-Beitritt am 1. Mai zur Wiedervereinigung der Insel führen sollen.
Denktas machte deutlich, dass er sich "für die Rechte" der türkischen Zyprioten einsetzen werde. Diese dürften nicht als Minderheit behandelt werden. Es müsse akzeptiert werden, dass es auf Zypern "zwei gleiche und souveräne Völker" gebe. Die griechische Seite müsse verstehen, "dass sie Zypern nicht einfach schnappen und davonlaufen kann."
Das im UNO-Fahrplan nach Abschluss der Verhandlungen vereinbarte Referendum bezeichnete Denktas als "Kontrollventil". Es gebe dem Volk das Recht Nein zu sagen, wenn es mit dem dann ausgehandelten Abkommen nicht einverstanden sei.
(apa)
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