Feuerüberfall in Falluja: 37 Menschen getötet
- Dutzende Häftlinge nutzten Chaos zur Flucht
·Rotes Kreuz
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Bei dem massiven Feuerüberfall von Aufständischen auf ein Gebäude der irakischen Sicherheitskräfte sind am 15. Februrar in der Stadt Falluja 37 Menschen ums Leben gekommen. Laut einer Liste, die am Krankenhaus der westirakischen Unruhestadt aushing, starben bei dem Angriff am Vortag insgesamt 33 Polizisten und Passanten sowie vier der rund 70 Angreifer. Mehr als 30 Menschen wurden bei dem Sturm auf die Wache und das Hauptquartier der Zivilmiliz verletzt.
Unter den in Falluja getöteten Angreifern war nach Polizeiangaben auch ein Libanese. Zwei Angreifer wurden verletzt und festgenommen. Dutzende Insassen eines Polizeigefängnisses nutzten den Überfall zur Flucht. Die Angreifer waren mit Autos und Pritschenwagen vor die Wache gefahren. Mit Panzerfäusten und Maschinengewehren schossen sie sich den Weg frei, töteten Polizisten und warfen Handgranaten. Die Sicherheitskräfte seien den Angreifern waffenmäßig unterlegen gewesen, hätten aber das Feuer erwidert, erklärten Augenzeugen. Die Angreifer flohen nach dem Überfall.
Die rund um Falluja stationierten US-Fallschirmjäger griffen nicht in das Kampfgeschehen ein und trafen erst vier Stunden später am Schauplatz ein. Polizeioffiziere sagten am Sonntag, die Befreiung der Gefangenen sei nicht das Hauptziel der Angreifer gewesen. Vielmehr hätten sie "Chaos und Unruhe stiften" wollen. Die Häftlinge seien keine Aufständischen gewesen, sondern Kriminelle.
Am Sonntag wurde in der Stadt bei einer Schießerei zwischen unbekannten Angreifern und einer US-Patrouille ein kleines Mädchen verletzt. Von US-Seite wurde der Zwischenfall nicht kommentiert.
(apa)
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