Russland: Rybkin will nun doch an Kandidatur festhalten
- Nach Gespräch mit Beresowski in London
Der vor zwei Tagen von einem Geheimnis umwitterten Ukraine-Aufenthalt zurückgekehrte russische Politiker Iwan Rybkin hält nun doch an seiner Kandidatur für die Präsidentschaftswahl fest. "Ich habe die unumstößliche Entscheidung getroffen, meine Teilnahme an der Wahl aufrechtzuerhalten", zitierte die Nachrichtenagentur Interfax den 57-Jährigen am Donnerstag.
Rybkin habe seinen Entschluss nach einem Gespräch mit seinem Förderer und Wahlkampffinanzier Boris Beresowski in London telefonisch mitgeteilt, berichtete Interfax weiter.
Rybkin hatte nach seiner überraschenden Rückkehr nach Moskau am Dienstag erklärt, er erwäge seine Kandidatur aufzugeben. Zuvor war er fünf Tage lang scheinbar spurlos verschwunden, wofür er bisher keine schlüssige Erklärung abgab. Auf die Frage, ob er Opfer von Gewalt geworden sei, antwortete er nur ausweichend. Damit handelte er sich Kritik von den Kommentatoren des staatlichen Fernsehens, aber auch von unabhängigen Beobachtern ein.
Obwohl sein rätselhaftes Verschwinden ihm viele Schlagzeilen einbrachte, hat es Rybkins ohnehin geringen Chancen bei der Wahl vermutlich nicht gesteigert. Es wird weithin erwartet, dass Amtsinhaber Wladimir Putin die Wahl am 14. März klar gewinnt.
(apa, red)
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