Messer-Attacke in Hamburg: Justizsenator verletzt!
- Verwirrte Angreiferin: "Schwule Sau, Du hast mein Kind umgebracht!"
- Oberschenkel-Stich wurde genäht
Hamburgs Justizsenator Roger Kusch ist am Donnerstag bei einem Anschlag leicht verletzt worden. Nach Angaben der Polizei wurde der CDU-Senator in einer Fußgängerzone von einer Frau mit einem Messer angegriffen.
Der 49 Jahre alte Justizsenator hielt sich am Donnerstagvormittag im Rahmen des Wahlkampfes an einem CDU-Stand in einer Einkaufspassage im Stadtteil Neugraben-Fischbek auf. Die Angreiferin habe sich Kusch, der generell ohne Sicherheitsbeamte auftritt, gegen 11.00 Uhr von hinten genähert und dann auf ihn eingestochen. Dabei habe sie den Senator am Oberschenkel verletzt.
Die 41 Jahre alte Frau sei unmittelbar nach der Tat am Donnerstagvormittag von Passanten überwältigt worden und habe sich anschließend von Polizeibeamten widerstandslos festnehmen lassen.
Verwirrte Frau: "Du hast mein Kind umgebracht"
Die mutmaßliche Täterin habe sich von hinten an den Justizsenator herangepirscht und die Worte "Du schwule Sau, Du hast mein Kind umgebracht" gerufen, sagte Hamburgs Polizeipräsident Udo Nagel vor Journalisten. Die Täterin habe anschließend mit einem Taschenmesser mit sieben Zentimeter langer Klinge auf Kusch eingestochen. Der Justizsenator musste demnach im Krankenhaus mit fünf Stichen genäht werden, sei aber inzwischen wieder zu Hause. Er sagte für zwei Tage alle Termine ab.
"Nach bisherigen Erkenntnissen ist dies keine politisch motivierte Tat", sagte Nagel. Es gebe keine Anhaltspunkte, dass die 41-Jährige jemals ein Kind gehabt hätte. Bei der Täterin handele es sich um eine "offensichtlich geistig verwirrte Frau", fügte Bodo Franz, Leiter der Staatsschutzabteilung, hinzu. Sie sei der Polizei aber nie als gewalttätig aufgefallen. Unklar sei bisher, ob es sich bei Kusch um ein Zufallsopfer handele oder ob er bewusst als Ziel ausgesucht worden sei.
Kusch ist seit gut zwei Jahren Justizsenator der Hamburger Mitte-Rechts-Koalition. Er stand in den letzten Wochen wegen seiner Amtsführung schwer in der Kritik. Ein Untersuchungsausschuss der Bürgerschaft befasste sich mit Personalentscheidungen in seiner Behörde. (apa/red)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
