Attentat auf Hamburger Senator: Angreiferin in Nervenklinik
- Hatte am Donnerstag mit Messer CDU-Politiker ins Bein gestochen
Nach dem Attentat auf den Hamburger Justizsenator Roger Kusch ist die Angreiferin in eine geschlossene Nervenklinik eingewiesen worden. Ein Richter entschied am Freitag, dass die Frau eine Gefährdung für die "öffentliche Sicherheit" sei.
Nach sechs Monaten kann die Entscheidung überprüft werden, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Die Frau gilt wegen ihrer Verwirrtheit als schuldunfähig. Sie hatte am Donnerstag auf einer Wahlkampfveranstaltung dem CDU-Politiker mit einem Messer ins Bein gestochen.
Der CDU-Politiker Wolfgang Schäuble befürchtete nach der Messerattacke auf Kusch, dass diese Tat "wohl nicht die letzte" gewesen sei. Wie die "Passauer Neue Presse" (Freitag-Ausgabe) berichtet, sieht Schäuble eine besondere Gefahr für alle Persönlichkeiten, die in der Öffentlichkeit stehen, vor allem aber Politiker. Trotz notwendiger Vorsichtsmaßnahmen sollten diese sich aber ein hinreichendes Maß an Gelassenheit bewahren, da es sich sonst nicht gut lebe, zitierte die Zeitung den Politiker. Schäuble ist in Folge eines Attentats seit 1990 querschnittsgelähmt. (apa/red)
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