Strauß-Prozess: Bruder dementiert Freundschaft zu Waffenlobbyisten
- Schreiber soll zeitweilig zur Entourage des bayerischen Ex-Ministerpräsidenten gehört haben
Im Steuerhinterziehungsprozess gegen den bayerischen Politikersohn Max Strauß hat am Dienstag dessen Bruder Franz Georg ausgesagt. Nach seinen Worten gehörte der Waffen-Lobbyist Karlheinz Schreiber nicht zum engeren Freundeskreis seines Vaters.
Nach übereinstimmenden Berichten gehörte Schreiber zeitweilig zur Entourage des langjährigen bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Parteichefs Franz Josef Strauß. Franz Georg sagte vor Gericht, nach Darstellung der Presse müsse Schreiber "auf dem Nachtkästchen" seines Vaters gegessen haben. Dies sei aber nicht der Fall gewesen.
Max Strauß ist angeklagt, von Schreiber bei Airbus- und Panzer-Verkäufen 2,6 Millionen Euro Geheim-Provisionen erhalten und nicht versteuert zu haben. Strauß hat dies mehrmals bestritten.
Schreiber war zeitweilig Max Strauß' Mentor. Beide unternahmen gemeinsame Reisen. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" schrieb zum Prozess-Auftakt, Vater Strauß habe seinen Sohn Max bei Schreiber in die Lehre gegeben, damit der ihm zeige, wie die Geschäfte laufen. (apa/red)
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