US-Präsidentenwahl: Kerry auch in Maine erfolgreich
- Kerry hat bereits 10 von 12 Vorwahlen gewonnen
- Angriffe vor allem auf Präsident Bush
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Kerry ist erneut Vorwahl-Sieger
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John Kerry gewinnt in fünf Staaten!
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"Bush hat das Volk irregeführt"
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Ergebnisse des 1. "Super Tuesday"
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Erstmals unter 50% Zustimmung!
·402 Mrd. Dollar
Bush gibt Militär noch mehr Geld!
Mit einem Sieg im Staat Maine hat US-Senator John Kerry seine Siegesserie im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten fortgesetzt. Er erhielt bei den Parteiversammlungen am Sonntag in Maine doppelt so viele Stimmen wie der zweitplatzierte Exgouverneur Howard Dean, der noch zu Beginn des Jahres als Favorit galt. Kerry konnte es sich am Sonntag auch leisten, gar nicht so sehr auf seine Konkurrenten einzugehen, sondern sich vor allem mit der Politik von Präsident George W. Bush auseinander zu setzen.
Für Kerry war es mit drei Siegen in drei Wahlen ein sehr erfolgreiches Wochenende. Vor Maine hatte er am Samstag schon Siege in Michigan und Washington verbucht, womit er zehn der bisher zwölf Vorwahlen für sich entschied. Diese Siegesserie lässt seine Konkurrenten, neben Dean vor allem Senator John Edwards und Exgeneral Wesley Clark, etwas ratlos und demoralisiert erscheinen. Sie setzen ihre Hoffnungen nun auf die nächsten Vorwahlen am Dienstag in Virginia und Tennessee sowie am 17. Februar in Wisconsin und einen Ausrutscher des Favoriten Kerry.
Die anderen Bewerber gaben sich am Sonntag in Talkshows vor allem kämpferisch und erklärten, sie wollten trotz des Vorsprungs von Kerry nicht aufgeben. "Richtige Wähler werden entscheiden, wer der Kandidat ist", sagte Dean im Sender CNN. Clark und Edwards erklärten jeweils, sie erwarteten ein gutes Abschneiden in den kommenden drei Vorwahlen: in Virginia und Tennessee am Dienstag und in Wisconsin am 17. Februar. Umfragen sehen Kerry allerdings auch in diesen drei Staaten deutlich vor seinen Konkurrenten.
Wichtiger als die Abstimmung im kleinen Maine, wo es gerade 24 Delegierte zu gewinnen gab, sind die Wahlen in Virginia und Tennessee mit ihren 151 Delegierten in der Tat. Für Kerry bietet sich hier aber auch eine gute Gelegenheit, sich den Wählern im Süden zu präsentieren, wo eigentlich Edwards und Clark als Südstaatler einen Heimvorteil haben sollten. Viel Hoffnung brauchen sie sich derzeit aber wohl nicht zu machen. Clark kündigte schon an, er wolle auf jeden Fall bis zum "Super-Dienstag" am 2. März im Rennen bleiben, wenn in Kalifornien, Ohio und New York gewählt wird. Edwards wies darauf hin, dass auch nach der Abstimmung in Wisconsin noch 75 Prozent der für die Nominierung erforderlichen Delegiertenstimmen offen seien.
Derzeit liegt Kerry nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP aber mit 426 Delegierten vor Dean mit 184. Für die Nominierung sind die Stimmen von 2.162 Delegieren notwendig.
Bush, der von den Demokraten vor allem wegen des Irak-Kriegs, aber auch wegen seiner Haushalts- und Sozialpolitik angegriffen wird, wollte dem medialen Interesse an Kerry in dieser Woche mit drei öffentlichen Auftritten entgegentreten, bei denen er vor allem auf den wirtschaftlichen Aufschwung verweisen wollte. Die Auftritte Bushs konzentrieren sich dabei ganz auf Staaten, die bei der letzten Wahl entscheidend waren und die er auch dieses Mal für einen benötigt: Missouri und Pennsylvania. Missouri wollte er am Montag zum 14. Mal seit seinem Amtsantritt besuchen, der Auftritt am Donnerstag in Pennsylvania ist sein 24. in diesem Staat. (apa)
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