Sonntag, 15. Februar 2004

"profil": Amnesty International erhebt Foltervorwurf wegen Vorfall in Traiskirchen

  • Traiskirchen für AI-Generalsekretär ein Lager "in dem Angst und Einschüchterung herrschen"
  • "European Homecare" wehrt sich gegen Vorwürfe

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, erhebt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) schwere Vorwürfe wegen eines Vorfalls im Flüchtlingslager Traiskirchen, bei dem ein georgischer Asylwerber geschlagen und mit einer Zigarette verbrannt worden sein soll. In einem Interview mit "profil" sagt AI-Generalsekretär Heinz Patzelt, er sehe sich "gezwungen, von einem Foltervorwurf zu sprechen". Aufgrund diverser Schilderungen sei Traiskirchen für Patzelt "als ein Lager zu qualifizieren, in dem Angst und Einschüchterung herrschen".

Der Georgier, war nach eigenen Angaben vor zwei Wochen von Mitarbeitern des Flüchtlingslagers Traiskirchen festgehalten, geschlagen und mit einer Zigarette verbrannt worden, nachdem er sich geweigert hatte, das Flüchtlingslager zu verlassen. Mit einer "glühenden Zigarette auf einen Menschen loszugehen, gehört zu jenen Foltermethoden, die wir aus weltweiten Berichten kennen", so Patzelt im "profil"-Interview: "Dass so etwas nun anscheinend in einem österreichischen Flüchtlingslager passiert, ist neu."

Die ganze Geschichte lesen Sie im neuen "profil"!

15.2.2004 08:15