Donnerstag, 12. Februar 2004

Pensionsharmonisierung: Runder Tisch blieb ohne Ergebnis

  • Sozialminister Haupt sprach von "durchaus harmonischen Gespräch"
  • Verzetnitsch: "In 14 Tagen wird Nägel mit Köpfen gemacht"

Erwartungsgemäß kein konkretes Ergebnis brachte ein weiterer Runder Tisch zwischen Regierungsvertretern und Sozialpartnern zur Pensionsharmonisierung. Sozialminister Haupt sprach von einem "durchaus harmonischen und arbeitsintensiven" Gespräch. "Ein sehr gutes Gefühl" Wirtschaftskammerpräsident Leitl. ÖGB-Präsident Verzetnitsch glaubt, dass "in 14 Tagen Nägel mit Köpfen" gemacht werden können.

Sozialminister Haupt betonte, Hauptziel Nummer eins bleibe für die Freiheitlichen eine "faire und gerechte Harmonisierung". Es gelte, den unterschiedlichen Interessen aller Berufsgruppen und Bevölkerungsschichten gerecht zu werden.

Wirtschaftskammerpräsident Leitl erklärte, es seien "viele Berechnungen" gemacht worden. Darauf angesprochen, wieviele Berechnungsvarianten es derzeit gibt, sagte Leitl, "jetzt haben wir einmal drei". Auf die Differenzen zwischen der von der ÖVP präferierten Lösung für unter 35-jährige und der von den anderen Parteien und den Sozialpartnern bevorzugten Stichtagsregelung angesprochen, sagte Leitl, es handle sich um ein "Megaprojekt. Da kommt es überhaupt nicht darauf an, ob man zwei oder drei Monate länger oder kürzer braucht, sondern darauf, dass eine seriöse Arbeit möglichst im Konsens" erarbeitet werde.

ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch erwartet in Sachen Pensionsharmonisierung in den nächsten 14 Tagen auch Berechnungen für den Öffentlichen Dienst mit Auswirkungen für Einzelfälle. "Ich gehe davon aus, dass in 14 Tagen die Berechnungen vorliegen und wir dann mehr oder minder Nägel mit Köpfen machen können", so Verzetnitsch. Allerdings warnt der ÖGB-Chef, dass "das Projekt, wenn es nicht bis Sommer abgeschlossen ist, gestorben ist". Natürlich sei die Materie "aus unterschiedlichen Gründen sehr heikel. (apa)

12.2.2004 14:24